Madrid, 14. September 2026 — Die Xunta de Galicia hat in der Casa de Galicia in Madrid die Ausstellung „Galicia, un latexo máis“ eröffnet. Die von Turismo de Galicia gemeinsam mit der Asociación Galega de Empresas de Turismo Activo, de Aventura e Natureza (AGETAN) und Atlantis Adventure organisierte Schau ist bis zum 25. Oktober zu sehen. Ziel ist es, Galicien als Reiseziel für Natur- und Aktivtourismus einem Publikum in der Hauptstadt und internationalen Besucherinnen und Besuchern vorzustellen.
Nach Angaben der Veranstalter betont die Ausstellung zwei Achsen: den Camiño de Santiago und Aktivitäten, die eine enge Verbindung mit Landschaft und Umwelt herstellen. Der Direktor von Turismo de Galicia, Xosé Merelles, hob bei der Eröffnung die Rolle des Pilgerwegs als zentrales Element des Projekts hervor und sprach von einem Reiseverständnis, das über reine Fortbewegung hinausreiche und persönliche Erfahrungen einschließe. Zugleich solle der Ansatz zu längeren Aufenthalten anregen und eine schonende Nutzung der natürlichen Ressourcen fördern.
Die Regionalregierung verknüpft die Initiative mit dem Ziel, die starke Saisonalität des Tourismus in Galicien zu mindern. Als Beleg führt die Tourismusagentur an, dass 2025 rund 477.000 Menschen Galicien für Reisen mit Schwerpunkt Naturerlebnis gewählt hätten. Für das Segment der Ausgaben im Natur- und Aktivtourismus nennt die Xunta mehr als 222,6 Millionen Euro und betont dessen Gewicht im nationalen Vergleich. Diese Zahlen stammen aus regionalen Mitteilungen; eine unabhängige amtliche Statistik wurde in der Präsentation nicht vorgelegt.
Die Präsenz in der Casa de Galicia, einem offiziellen Kultur- und Repräsentationsraum in Madrid, ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, mit denen die autonomen Einrichtungen Galiciens ihr Profil außerhalb der Region schärfen wollen. Die Ausstellung richtet sich an ein urbanes Publikum und positioniert Galicien als Ziel für Aktivitäten wie Wandern, Routen entlang des Camiño de Santiago und weitere naturnahe Angebote.
Die Organisatoren vermeiden konkrete Prognosen zu kurzfristigen Buchungseffekten. Aussagen zu möglichen wirtschaftlichen Folgen bleiben den kommenden Monaten vorbehalten. Im Vordergrund der Eröffnung steht der Auftakt der Ausstellung und die Bewerbung eines Tourismusmodells, das die Verbindung von Besuchenden, Territorium und lokaler Gemeinschaft betont.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).