Spaniens staatlicher Wetterdienst AEMET warnt am 18. September 2026 vor kräftigen Gewittern und Starkregen in fünf autonomen Gemeinschaften. Auf den Balearen, insbesondere auf Ibiza und Formentera, gilt Warnstufe Orange. Für Teile Kataloniens, Aragoniens, der Region Valencia und Murcias wurden Warnstufen Gelb und örtlich Orange ausgegeben. Die Hinweise wurden von AEMET und den jeweiligen Regionalbehörden seit dem 17. September fortlaufend aktualisiert und betreffen den heutigen Tag.
AEMET (Agencia Estatal de Meteorología) beschreibt eine Lage mit intensiven Schauern und Gewittern, die lokal in kurzer Zeit erhebliche Regenmengen bringen können. Daraus ergeben sich Risiken wie Überflutungen in Senken und Tunneln, Sturzfluten in Trockentälern sowie Beeinträchtigungen im Straßen- und Fährverkehr. Die Notfallbehörde der Balearen rief bereits am Donnerstagabend zu besonderer Vorsicht auf und verwies auf zeitlich eingegrenzte Warnfenster für die Pityusen. Medien- und Behördenmeldungen aus dem Osten der Iberischen Halbinsel bestätigen entsprechende Vorabinformationen für heute.
Die Warnstufe Orange signalisiert nach AEMET ein deutlich erhöhtes Gefahrenpotenzial mit möglichen Auswirkungen auf Alltagsaktivitäten und den Verkehr. Gelb steht für wetterbedingte Risiken, die örtlich relevant werden können. Entscheidend ist laut AEMET die kurzfristige Entwicklung: Da Gewitterzellen kleinräumig sind und sich rasch verlagern, können benachbarte Gebiete sehr unterschiedlich betroffen sein. Entsprechend weisen AEMET und Regionalverwaltungen darauf hin, dass die Einschätzung der Gefährdungslage im Tagesverlauf angepasst werden kann, abhängig von Zugbahn und Intensität der Zellen.
Operativ liegt die Ausgabe der amtlichen Warnungen bei AEMET; die Zivilschutzstellen der betroffenen Regionen – darunter die 112-Zentrale der Balearen – verbreiten Verhaltenshinweise und koordinieren Vorsorgemaßnahmen. Für den Schiffs- und Fährverkehr im Bereich der Balearen ergänzt AEMET die Lage mit maritimen Vorhersagen, die auf Seezustand, Wind und Gewitter hinweisen und von Reedereien und Häfen zur Planung herangezogen werden.
Die Behörden empfehlen, unnötige Fahrten zu vermeiden, die Entwicklung der amtlichen Warnungen zu verfolgen, abgestellte Fahrzeuge nicht in tief liegenden Straßenabschnitten zu belassen und bei schnell ansteigenden Wasserständen höher gelegene Bereiche aufzusuchen. Einsatzkräfte mahnen zudem, Wasserläufe, Trockentäler und Küstenbereiche während Gewittern zu meiden und Absperrungen strikt zu beachten.
Bislang liegen am Vormittag keine verifizierten Berichte über schwere Personenschäden vor. Schwerpunkte der Beobachtung bleiben die Balearen sowie exponierte Küsten- und Gebirgsregionen im Osten und Südosten des Festlands. Für die kommenden Stunden kündigte AEMET weitere Aktualisierungen der Warnungen an; auch die Notfallstellen der betroffenen Regionen wollen ihre Lageberichte nachführen.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).