Der Vox-Abgeordnete José María Figaredo hat am 8. September in Covadonga den Geist von Don Pelayo beschworen und dazu aufgerufen, den Geist der Reconquista als Antwort auf aktuelle Probleme in Asturien und in ganz Spanien wiederzubeleben. Er äußerte sich am Rand der Feierlichkeiten zu Ehren der Virgen de Covadonga und des Día de Asturias. Figaredo sitzt für Asturien im nationalen Parlament.
In seinen Aussagen verband Figaredo historische Bezüge mit Gegenwartsdiagnosen. Er kritisierte die regionale Politik und monierte insbesondere, dass Adrián Barbón, Präsident des Fürstentums Asturien, an diesem Tag nicht an der Messe in Covadonga teilnahm. Barbón hatte zuvor erklärt, er sei „nicht allgegenwärtig“ und bestätigte, dass er der Messe fernbleiben werde, da die offiziellen Veranstaltungen zum Día de Asturias in diesem Jahr in Castropol, Vegadeo und San Tirso de Abres stattfinden. Das Erzbistum von Oviedo leitete die liturgischen Feiern in Covadonga.
Konkrete Gesetzesinitiativen oder Maßnahmen zur Untermauerung seiner historischen Anrufung nannte Figaredo in seinem Auftritt nicht. Seine Wortwahl knüpfte an ein wiederkehrendes Motiv in der politischen Kommunikation seiner Partei an, historische Symbole als identitätsstiftenden Rahmen gegenwärtiger Politik zu nutzen. Inhaltlich blieb die Intervention auf grundsätzliche Appelle und Kritik an der Regionalregierung fokussiert.
Die Auftritte politischer Vertreter bei den Festakten zum Día de Asturias sind in Asturien regelmäßig umstritten. In diesem Jahr verteilten sich die staatlichen und kirchlichen Programmpunkte auf mehrere Orte: Während die offiziellen regionalen Termine im Westen des Fürstentums angesetzt waren, versammelten sich in Covadonga traditionell Pilger, Geistliche und Politiker zu Messen und Prozessionen. Vor diesem Hintergrund ist die Debatte über Präsenz und Symbolik Teil der gewohnten politischen Auseinandersetzung am Feiertag.
Unmittelbare institutionelle Reaktionen auf Figaredos Worte wurden zunächst nicht bekannt. Die Äußerungen fügen sich in eine länger laufende Kontroverse darüber ein, wie historische Bezüge – etwa Don Pelayo und die Reconquista – in aktuellen politischen Debatten gedeutet und eingesetzt werden. Befürworter sprechen von notwendigen Werten und Orientierung, Kritiker warnen vor einer Instrumentalisierung mythischer Erzählungen. Für den Feiertag selbst blieb der Ablauf der offiziellen und liturgischen Termine vom politischen Streit unberührt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).