Wirtschaft

Deoleo zum Verkauf gestellt: CVC und Alchemy prüfen Ausstieg – DCOOP und Coricelli legen Gebote vor

Am 19. August 2026 bestätigte Deoleo der CNMV, dass die Mehrheitsaktionäre CVC und Alchemy strategische Alternativen prüfen. Parallel melden DCOOP und Coricelli Kaufinteresse in dreistelliger Millionenhöhe.

Der spanische Olivenölkonzern Deoleo steht zum Verkauf. Am 19. August informierte das Unternehmen die spanische Börsenaufsicht CNMV, dass die Mehrheitsaktionäre CVC Capital Partners und Alchemy strategische Alternativen zu ihrer Beteiligung prüfen. Beide Investoren halten zusammen rund 95 Prozent der Anteile. Nach Medienberichten über konkrete Interessenten sprang die Aktie zeitweise um mehr als 20 Prozent.

In der laufenden Sondierungsphase werden mehrere industrielle Bieter genannt. Die andalusische Erzeugergenossenschaft DCOOP hat laut Branchenberichten ein Angebot von etwa 460 Millionen Euro vorgelegt. Der italienische Wettbewerber Coricelli soll seine Offerte auf rund 500 Millionen Euro angehoben haben. Als weiterer Interessent gilt die spanische Acesur. Die bislang kolportierten Beträge sind indikativ; verbindliche Bedingungen und ein bevorzugter Bieter sind nicht öffentlich.

Deoleo ist Inhaberin bekannter Marken wie Carbonell, Hojiblanca und Koipe und hat sich nach Jahren hoher Verschuldung operativ stabilisiert. Die Geschäftsführung um CEO Cristóbal Valdés verweist auf verbesserte Ergebniskennziffern, was den Verkaufsprozess begünstigt. Ein Eigentümerwechsel könnte die Struktur des europäischen Olivenölmarkts spürbar verändern – von der Rohstoffbeschaffung über die Abfüllung bis zur Markenführung.

Für DCOOP, die Tausende spanische Landwirtschaftsbetriebe bündelt, wäre die Übernahme ein Schritt zur stärkeren vertikalen Integration von Erzeugung und Vermarktung. Aus dem Umfeld der Genossenschaft wird als Zielbild eine künftig kombinierte Geschäftstätigkeit mit Umsätzen von über 2,2 Milliarden Euro genannt. Für den Handel und kleinere Abfüller könnte ein Zusammenschluss geänderte Liefer- und Preiskonditionen bedeuten. Gleichzeitig wären kartellrechtliche Prüfungen in Spanien und gegebenenfalls auf EU-Ebene wahrscheinlich.

Auf Seiten der Verkäufer sprechen CVC Capital Partners und Alchemy von der Prüfung „strategischer Alternativen“. Dazu zählen typischerweise ein kontrollierter Verkaufsprozess, mögliche Teilveräußerungen oder eine Neuordnung der Kapitalstruktur. Für den Fortgang sind nun drei Punkte entscheidend: bindende Angebote der Interessenten, zusätzliche Mitteilungen an die CNMV mit belastbaren Details sowie etwaige Freigaben der Wettbewerbsbehörden. Bis zu entsprechenden Bekanntgaben bleiben die genannten Summen und Präferenzen vorläufig und teils unterschiedlich berichtet.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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