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Ceuta: Drei Minderjährige werfen Soldaten Pfefferspray-Angriff im Schlaf vor

Drei minderjährige Migranten in Ceuta behaupten, in der Nacht zum 28. September von Soldaten mit Pfefferspray attackiert worden zu sein. Behörden prüfen die Vorwürfe.

Drei minderjährige Migranten haben in der spanischen Exklave Ceuta erklärt, in der Nacht zum 28. September von Militärangehörigen mit Pfefferspray besprüht worden zu sein, während sie schliefen oder gerade erwachten. Der mutmaßliche Vorfall habe sich nach ihren Angaben in der Nähe des Polígono del Tarajal ereignet. Anwohner berichteten übereinstimmend, sie hätten uniformierte Personen flüchten sehen und den Betroffenen anschließend geholfen.

Unabhängige Medien in Spanien dokumentieren die Anschuldigungen. elDiario.es, El Faro de Ceuta und RTVE verweisen auf Videoausschnitte, Fotos von Augenreizungen und Aussagen der Jugendlichen. Eine gerichtliche Feststellung liegt bislang nicht vor; formale Anzeigen seien nach Angaben lokaler Stellen noch nicht in allen mutmaßlichen Einzelfällen eingegangen.

Das Verteidigungsressort erklärt auf Nachfrage von Medien, der Einsatz von Abwehrsprays sei im Grundsatz nur in Situationen der Selbstverteidigung oder zum Schutz Dritter zulässig. Ob Angehörige der in Ceuta eingesetzten Truppen Pfefferspray in der fraglichen Nacht einsetzten, bestätigte das Ministerium nicht. Zugleich heißt es, der Vorgang werde geprüft; die Behörden unterstützen nach eigenen Angaben die Aufklärung durch Polizei und Justiz. Eine detaillierte amtliche Chronologie zu dem behaupteten Geschehen liegt bis zum Morgen des 29. September nicht vor.

Hintergrund ist eine seit Wochen verstärkte Präsenz von Sicherheitskräften und Militär in Ceuta. In diesem Rahmen ist nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Redaktionen und Verbände Pfefferspray als zusätzliche Ausrüstung an Teile der Patrouillen ausgegeben worden. Die Soldatenvereinigungen UMT und ATME forderten das Ministerio de Defensa öffentlich auf, Hinweise auf unverhältnismäßige Gewaltanwendung lückenlos zu untersuchen und klare Einsatzregeln zu kommunizieren. The Objective und Fachmedien griffen die Kritik auf und verwiesen auf rechtliche Unschärfen beim Status solcher Sprühgeräte.

Menschenrechtsorganisationen vor Ort verlangen Schutzmaßnahmen für Minderjährige, die Identifizierung möglicher Opfer sowie eine unabhängige straf- und dienstrechtliche Prüfung. Behörden betonen, gesicherte Beweise wie Videos und ärztliche Atteste würden ausgewertet. Bislang handelt es sich um schwerwiegende, aber nicht gerichtlich festgestellte Vorwürfe.

Belegt sind die Anschuldigungen, visuelle Hinweise und die Ankündigung, Vorgänge zu prüfen. Offiziell verifiziert ist der konkrete Tathergang nicht. Rechtliche Bewertungen zum Einsatz von Pfefferspray durch Soldaten gelten nur allgemein und sind auf den Einzelfall anzuwenden. Weitere Ermittlungsergebnisse und amtliche Stellungnahmen bleiben abzuwarten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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