In Castellar de Santiago (Provinz Ciudad Real) hat die Provinzdelegation für Gleichstellung am 18. Oktober die Unterstützung der Regionalregierung für Unternehmerinnen im ländlichen Raum bekräftigt. Beim Encuentro Comarcal de Mujeres stellten Verbände und lokale Akteurinnen Projekte vor, die Frauen wirtschaftlich stärken sollen. Der Treff verband Marktstände mit handwerklichen und agroalimentaren Produkten, Workshops zu Geschäftskompetenzen und Netzwerkarbeit sowie Sensibilisierungsangebote. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem von FADEMUR und eingebettet in das Programm REDMUR.
Nach Angaben der Junta de Castilla-La Mancha wird REDMUR über Zuweisungen aus der spanischen Einkommensteuer (IRPF) kofinanziert. Das Programm zielt darauf, Gründungen von Frauen zu fördern, bestehende Vorhaben zu stabilisieren und neue Tätigkeitsfelder in den Dörfern zu erschließen. Die Provinzdelegation für Gleichstellung stellte dabei die Verknüpfung von Gleichstellungspolitik und regionaler Entwicklung in den Vordergrund: Sichtbarkeit für Produzentinnen, Zugang zu Beratung und Qualifizierung sowie die Vernetzung mit lokalen Märkten seien zentrale Hebel für mehr wirtschaftliche Autonomie.
Vertreterinnen von FADEMUR und lokale Mandatsträgerinnen betonten, dass regelmäßige Märkte und gezielte Begleitung unmittelbare Wirkung zeigen können, etwa durch zusätzliche Absatzwege, Kooperationen und eine stärkere Präsenz von Frauen in Wertschöpfungsketten. Zugleich verwiesen Expertinnen auf fortbestehende Hindernisse: der demografische Rückgang, eingeschränkte Verkehrsanbindungen und digitale Infrastrukturen sowie Hürden beim Zugang zu Finanzierung bremsen vielerorts die Diversifizierung.
Die Regionalregierung ordnet das Treffen in eine Reihe ähnlicher Initiativen ein, mit denen sie Frauen als Trägerinnen von Innovation, sozialem Zusammenhalt und lokaler Wirtschaft fördert. Für die kommenden Monate sind weitere Schulungs- und Beratungsangebote im Rahmen von REDMUR vorgesehen; kommunale Partner wollen die Sichtbarkeit ländlicher Produkte ausweiten. Wie stark diese Maßnahmen strukturelle Defizite mittel- bis langfristig verringern, bleibt eine offene Frage. Systematische Wirkungsmessungen über Beschäftigung, Unternehmensbestand und Einkommen in den betroffenen Gemeinden liegen bislang nicht in konsolidierter Form vor. Klar ist jedoch, dass der Ansatz, Gleichstellungspolitik mit praktischer Wirtschaftsförderung zu verzahnen, von den beteiligten Institutionen als zentraler Baustein gegen Abwanderung und für neue Chancen im ländlichen Raum gesehen wird.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).