Baskenland

Bilbao: Neun Festnahmen in der ersten Nacht der Aste Nagusia – zwei wegen sexueller Übergriffe, eine wegen Gewalt gegen Frauen

Zwischen Samstag 16 Uhr und Sonntag 7 Uhr hat die Policía Municipal de Bilbao neun Personen festgenommen – vier im Festgelände, fünf außerhalb. Darunter sind zwei mutmaßliche sexuelle Übergriffe durch Berührungen und ein Fall…

Neun Personen sind in Bilbao während der ersten Nacht der Aste Nagusia 2026 festgenommen worden. Die Einsätze erfolgten zwischen 16:00 Uhr am Samstag, 22. August, und 07:00 Uhr am Sonntag, 23. August, wie die Policía Municipal de Bilbao am Sonntagmorgen mitteilte. Vier Festnahmen betrafen das offizielle Festgelände, fünf weitere andere Bereiche der Stadt. Zu den Tatvorwürfen zählen zwei mutmaßliche sexuelle Übergriffe durch Berührungen sowie ein Fall von Gewalt gegen Frauen; außerdem wurden Delikte wegen Raubs, Diebstahls und Körperverletzung geahndet. Ein entwendetes Mobiltelefon wurde sichergestellt.

Nach übereinstimmenden städtischen Angaben und lokalen Berichten ereigneten sich die beiden Sexualdelikte innerhalb des Festareals – eines im Bereich der txosnas am Arenal, ein weiteres an einer Station von Euskotren. In beiden Fällen nahm die Polizei die Tatverdächtigen fest. Ebenfalls im Festgelände wurde eine Person wegen Körperverletzung und eine weitere wegen Diebstahls festgenommen. Außerhalb des Festareals griff die Polizei in fünf Fällen ein: Drei Personen wurden wegen Raubs festgenommen, eine wegen Gewalt gegen Frauen und eine weitere wegen Diebstahls.

Die Zwischenbilanz markiert den Auftakt der Sicherheitslage zur Aste Nagusia, die am Samstag offiziell begonnen hat. Das Ayuntamiento de Bilbao hatte vorab eine verstärkte Polizeipräsenz sowie zusätzliche Unterstützungsangebote für Besucherinnen und Besucher angekündigt. Dazu zählt die Kampagne Errespetu Nagusia, die präventiv gegen sexistische, rassistische und LGBTIQ-feindliche Übergriffe wirken soll; über Inhalte und Anlaufstellen berichteten städtische Kanäle und Cadena SER.

Die Polizei differenziert in ihren Meldungen zwischen Vorfällen innerhalb und außerhalb des Festgeländes, um das Lagebild präzise zu halten und Maßnahmen gezielt zu steuern. Zu Identitäten oder Altersangaben der Festgenommenen machten die Behörden zunächst keine Angaben. Die Ermittlungen zu den einzelnen Tatvorwürfen dauern an; über weitere Schritte entscheiden die zuständigen Ermittlungsrichter und die Staatsanwaltschaft nach Vorlage der Akten.

Die Aste Nagusia gilt als größtes Stadtfest von Bilbao und zieht jedes Jahr zahlreiche Menschen in die Innenstadt. Entsprechend werden Sicherheits-, Rettungs- und Beratungsstrukturen während der Festwoche ausgeweitet. Für Betroffene von Gewalt stehen laut Stadt zusätzliche Anlaufstellen bereit; Notdienste sind rund um die Uhr erreichbar.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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