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Baskisches Parlament fordert Klima-Plan für Landwirtschaft und Viehzucht und frühere Europäische Union-Hilfen

Der Landtag in Vitoria-Gasteiz hat am 8. Oktober 2026 mit den Stimmen von EAJ-PNV und PSE-EE die Regierung aufgefordert, einen Anpassungsplan für Landwirtschaft und Viehzucht vorzulegen und die Vorauszahlung der EU-Direktzahlungen bis zum 16.…

Das Parlamento Vasco hat am Donnerstag, 8. Oktober 2026, die baskische Regierung (Gobierno Vasco) aufgefordert, gemeinsam mit Verbänden und Institutionen einen Plan zur Anpassung von Landwirtschaft und Viehzucht an den Klimawandel aufzulegen. Die angenommene Entschließung der Fraktionen EAJ-PNV und PSE-EE sieht zudem vor, die Vorauszahlung der Direktzahlungen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (PAC) auf den 16. Oktober vorzuverlegen. EH Bildu enthielt sich kritisch. Die Abstimmung fand im Plenum in Vitoria-Gasteiz statt.

Ausgangspunkt der Initiative ist die Dürre des Sommers 2026 und deren Folgen für Betriebe. Der Gobierno Vasco hatte Anfang Oktober außerordentliche Hilfen in Höhe von 5,9 Millionen Euro für die Agrar- und Viehwirtschaft sowie kleine Fischereibetriebe angekündigt. Nach Regierungsangaben sollen damit Belastungen durch Niederschlagsmangel, hohe Energiepreise und eine schwache Fangsaison abgefedert werden. Einzelne Linien, etwa spezifische Unterstützung für die kleinste Flotte, befinden sich noch in der Ausarbeitung.

Vor dem Regierungsgebäude in Vitoria-Gasteiz protestierten am Tag der Parlamentsdebatte Landwirte und Viehhalter. Berufsverbände bezeichnen die bislang beschlossenen Mittel als unzureichend und fordern zielgenauere, schnell verfügbare Instrumente zur Deckung gestiegener Kosten, etwa für zugekauftes Futter, sowie zur Liquiditätssicherung. Die Regierung verweist auf laufende Arbeitsgruppen mit Behörden, Forst- und Forschungseinrichtungen, um Verwaltungsverfahren zu beschleunigen und kurzfristige Entlastungen zu prüfen.

Mit der Parlamentsentschließung wird der politische Druck erhöht, die strukturelle Verwundbarkeit der Landwirtschaft gegenüber klimatischen Extremereignissen systematisch anzugehen. Der beschlossene Auftrag bleibt inhaltlich offen: Konkrete Maßnahmen, Zeitpläne und Budgets für den Anpassungsplan müssen erst erarbeitet werden. Ebenso bedarf die Vorverlegung der PAC-Vorauszahlungen technischer Klärungen und der Abstimmung mit Madrid.

Zugeschriebene Positionen sind zu trennen: Die Regierung betont, sie habe Hilfen „unverzüglich“ aktiviert; Verbände sprechen von „unzureichenden“ Antworten. Unabhängig von dieser Kontroverse ist der kurzfristige Effekt der 5,9 Millionen Euro begrenzt und hängt von der raschen Umsetzung in der Verwaltung ab. Mittel- bis langfristig wird entscheidend sein, ob der zu erarbeitende Anpassungsplan Bewässerung, Futterversorgung, Versicherungen, Zucht- und Anbauentscheidungen sowie Beratung und Forschung so verzahnt, dass landwirtschaftliche Betriebe in Euskadi mit wiederkehrenden Trockenphasen wirtschaftlich umgehen können.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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