Am 22. Oktober 2026 findet im Palacio Miramar in Donostia/San Sebastián ein ganztägiges Fachtreffen zur dezentralen Entwicklungszusammenarbeit statt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von eLankidetza – der Baskischen Agentur für Kooperation und Solidarität – gemeinsam mit der Coordinadora de ONGD de Euskadi. Die amtliche Ankündigung des Gobierno Vasco datiert vom 15. Oktober 2026; die Anmeldung ist geöffnet.
Das Programm versammelt Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltungen, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaft, um die Lage und Perspektiven der dezentralen Kooperation im aktuellen internationalen Umfeld zu erörtern. Angesetzt sind Podien zu Rolle und Mehrwert regionaler und kommunaler Akteure, zu politischen, sozialen und wirtschaftlichen Belastungen für den Sektor, zur Lage des zivilgesellschaftlichen Raums sowie zur humanitären Hilfe und zur Einbettung in multilaterale Agenden. Als Mitwirkende genannt sind unter anderem Javier Cortés, Direktor von eLankidetza, und Nerea Uriarte, Präsidentin der Coordinadora de ONGD de Euskadi.
Aus verschiedenen Einrichtungen werden Fachleute erwartet, darunter aus der Generalitat Valenciana, der Diputación Foral de Bizkaia, von Oxfam Intermón sowie aus Forschungseinrichtungen wie dem Menschenrechtsinstitut Pedro Arrupe der Universität Deusto und dem Instituto Hegoa der Universität des Baskenlandes. Die Veranstalter betonen den Austausch praxisnaher Erfahrungen, um Kooperationsmodelle zu schärfen, lokale Umsetzungsschritte für Entwicklungsziele abzustimmen und Schutzmechanismen für gefährdete zivilgesellschaftliche Akteure zu stärken.
Im Anschluss an das Treffen soll das Encuentro Estatal de Coordinadoras de ONGD beginnen, bei dem eine gemeinsame Erklärung zur internationalen Zusammenarbeit geplant ist. Konkrete Beschlüsse liegen vorab nicht vor; belastbare Ergebnisse sind erst nach Abschluss der Beratungen zu erwarten.
Mit dem Format knüpft die baskische Seite an bestehende Strategien zur internationalen Zusammenarbeit an und sucht die Verzahnung von regionalen Programmen mit europäischen und multilateralen Initiativen. Der in Donostia/San Sebastián gesetzte Schwerpunkt unterstreicht den Anspruch, partnerschaftliche und dezentral organisierte Zusammenarbeit als Ergänzung staatlicher Entwicklungsinstrumente auszubauen – auch vor dem Hintergrund knapper Budgets, komplexer Krisenlagen und steigender Anforderungen an Rechenschaft und Wirksamkeit.
Die Angaben beruhen auf der amtlichen Mitteilung des Gobierno Vasco und der Veranstalterinformation von eLankidetza. Aktualisierungen zum Programm sowie zur Teilnahme werden von den Organisatoren bereitgestellt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).