Baskenland

Baskische Regierung bündelt Wohnungsplan in fünf Hebeln für 10.000 bezahlbare Wohnungen

In Bilbao hat Wohnungsminister Denis Itxaso eine Strategie mit fünf Hebeln vorgestellt. Zentrales Instrument ist ein Fondo Social de Vivienda, der 10.000 bezahlbare Wohnungen mobilisieren soll und auf öffentliche und private Finanzierung setzt.

Die Regierung des Baskenlands will den Zugang zu bezahlbarem Wohnen mit einer koordinierten Strategie aus fünf Hebeln verbessern. Wohnungs- und Stadtentwicklungsminister Denis Itxaso präsentierte in der Sociedad Bilbaína den Ansatz, Boden, Zeit, Produktion, Finanzierung und Mietmarkt zusammenzudenken, um die Produktion von geschützten und bezahlbaren Wohnungen deutlich zu erhöhen. Kerninstrument ist ein Fondo Social de Vivienda, der bis zu 10.000 bezahlbare Wohnungen mobilisieren soll und dafür öffentliches und privates Kapital bündeln will.

Erstens soll eine strategische Bodenreserve vorausschauend Flächen sichern, damit Vorhaben nicht vom Immobilienzyklus abhängen. Zweitens sollen priorisierte Projekte und Reformen in der Raum- und Stadtplanung die Verfahrensdauer verkürzen, ohne rechtliche Garantien zu schwächen. Drittens setzt die Regierung auf die Industrialisierung des Bauens, um Bauzeiten zu senken, Kosten zu dämpfen und Qualität zu erhöhen; ein entsprechender Hub für industrielle Bauweisen soll die Transformation des Sektors vorantreiben.

Viertens plant die Regierung des Baskenlands, über den Fondo Social de Vivienda Kapital mit „langem Atem“ zu gewinnen. Beteiligt sein sollen neben regionalen Mitteln auch die Europäische Investitionsbank und das Instituto de Crédito Oficial. Fünftens soll die Regulierung im Mietmarkt in als angespannt ausgewiesenen Zonen auf kommunalen Anträgen beruhen und mit mehrjährig hinterlegten Maßnahmen die Angebotsausweitung, die Begrenzung überzogener Anstiege und die Koordinierung der Verwaltungen verbinden.

Itxaso betonte, dass alle fünf Hebel nur im Verbund Wirkung entfalten: Projekte könnten sonst an fehlendem Boden, langen Genehmigungen, gestiegenen Kosten oder ausbleibender Finanzierung scheitern. Als ergänzende Bausteine kündigte er Alokaplus an, eine öffentliche Versicherung gegen Mietausfälle und Schäden, die leerstehende Wohnungen durch mehr Sicherheit für Eigentümerinnen und Eigentümer mobilisieren soll. Zudem arbeitet die Regierung an einem Plan Territorial Sectorial de Vivienda, der Bedarfe landesweit ordnet und gemeinsame territoriale Kriterien festlegt.

Weitere Vorhaben zielen darauf, die Bodenreserve mit dem Fondo Social de Vivienda zu verzahnen, Transparenz und Gleichbehandlung beim Verkauf privat gebauter, aber geschützter Wohnungen durch öffentliche Vermittlung zu stärken und in angespannten Gebieten Wohnungen aus der Zeit vor 2003 dauerhaft im geschützten Bestand zu halten. Adressiert sind vor allem mittlere Einkommen, Beschäftigte und junge Menschen, die nicht in den sozialen Wohnungsbau fallen, aber die Preise des freien Marktes nicht tragen können. Ob Umfang und Tempo der Vorhaben erreicht werden, hängt von Kapitalzusagen sowie der Umsetzung auf kommunaler Ebene ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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