Baskenland

Baskische Regierung stellt 676,1 Millionen Euro für Industriehaushalt 2027 vor

Der Industrie- und Energieminister Mikel Jauregi hat im Parlament in Vitoria-Gasteiz den Etatentwurf seines Ressorts für 2027 präsentiert: 676,1 Millionen Euro, plus 3,9 Prozent gegenüber 2026.

Der baskische Minister für Industrie, Energiewende und Nachhaltigkeit, Mikel Jauregi, hat am 2. November 2026 im Parlamento Vasco den Haushaltsentwurf seines Departements für 2027 vorgestellt. Geplant sind 676,1 Millionen Euro, 3,9 Prozent mehr als 2026. Nach Regierungsangaben steigen die eigenen Mittel ohne die Aufbau- und Resilienzfazilität um 6 Prozent. Der Entwurf folgt dem Plan de Industria Euskadi 2030 und bündelt die Maßnahmen entlang der drei Achsen „Más industria“, „Mejor industria“ und „Menos emisiones“.

Kernpunkte der Industrieachse sind Investitionen zur Stärkung des industriellen Mittelstands, zur Abrundung strategischer Wertschöpfungsketten und zur Anwerbung neuer Projekte. Das Programm Dibertsifika soll mit 62 Millionen Euro für 2027 und 2028 produktive Investitionen in kleinen und großen Unternehmen fördern. Ergänzend zielt die Cluster-Förderung auf transformative Vorhaben und Ansiedlungen, flankiert von Instrumenten zur Unternehmensnachfolge in strategischen Industrien.

Für technologischen Fortschritt („Mejor industria“) sieht die Vorlage 137 Millionen Euro für das Innovationsprogramm Hazitek vor. Ein neu aufgelegter Innovationsfonds soll 25,5 Millionen Euro erhalten, um Technologietransfer zu beschleunigen und Transformationsprojekte an die „Leuchttürme der Innovation“ anzubinden. Technologische Infrastrukturen werden mit 35,4 Millionen Euro adressiert, darunter der Aufbau eines Hubs für erneuerbare Kraftstoffe und neue Architekturen im Luftfahrtantrieb. Zudem sind Mittel für die Verbreitung künstlicher Intelligenz in Industrie-KMU vorgesehen.

Im Bereich „Menos emisiones“ richtet sich der Fokus auf Energiewende und Versorgungssicherheit. Das Programm Eguzki Hotz ist mit 120 Millionen Euro für nachhaltige Klimatisierungssysteme dotiert. Das Mapa EVE soll bis 2030 insgesamt 80 Millionen Euro für neue Wind- und Photovoltaikanlagen mobilisieren und den Ausbau von Energieinfrastrukturen unterstützen. Ziel ist eine wettbewerbsfähigere, emissionsärmere Industrie sowie mehr strategische Autonomie.

Jauregi begründete die Prioritäten mit internationalen Unsicherheiten in Handel und Energie. Zugeschriebene Aussagen verweisen auf die Notwendigkeit größerer europäischer Handlungsfähigkeit, gestützt auf Energieautonomie und industriellen Ausbau. Der Entwurf setzt die in dieser Legislatur begonnenen Transformationsprojekte fort, die nach Regierungsangaben seit Beginn Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe ausgelöst haben. Die Maßnahmen bedürfen der parlamentarischen Beratung und Verabschiedung; verbindliche Wirkungszusagen enthält der Entwurf nicht.

Die Präsentation im Parlament markiert den Auftakt des Haushaltsverfahrens für 2027. Die Regierung betont als Querschnittsziel die Vereinfachung der Verwaltungsabläufe zwischen Unternehmen und Verwaltung, um Förderinstrumente schneller wirksam zu machen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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