Aragón

Aragón erhöht Mittel gegen Waldbrände um 42 Millionen Euro

Jorge Azcón kündigt im Parlament zusätzliche 42 Millionen Euro für Personal und Technik an; die Opposition fordert mehr Klimabezug.

Der Präsident der Regionalregierung von Aragón, Jorge Azcón (Partido Popular), hat am 10. September 2026 in den Cortes de Aragón ein zusätzliches Paket von 42 Millionen Euro zur Bekämpfung von Waldbränden angekündigt. Das Geld ist für Personal und Technik vorgesehen, darunter die Anstellung von rund hundert zusätzlichen Einsatzkräften sowie die Beschaffung von vier schweren Hubschraubern, zwei Amphibienflugzeugen und sechs Tanklöschfahrzeugen. Zudem stellte Azcón acht Millionen Euro für Entschädigungen nach den Bränden dieses Sommers in Aussicht.

Der Schritt folgt auf eine Saison mit zahlreichen, teils großen Feuern und einer Debatte über die Ausstattung des regionalen Brand- und Katastrophenschutzes INFOAR. Azcón betonte in der Plenarsitzung, ein „Risiko null“ gebe es nicht, die Regierung werde aber „Verantwortung und Verpflichtung“ übernehmen. Er präsentierte die Mittelaufstockung in einer von ihm beantragten Debatte, in der auch Oppositionsfraktionen das Wort ergriffen.

Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus. Die sozialistische PSOE bot Gespräche über einen parteiübergreifenden Pakt zur Waldbrandprävention und -bekämpfung an. Die Chunta Aragonesista kritisierte, der Präsident habe in seiner Darstellung den Einfluss des Klimawandels auf Häufigkeit und Intensität von Bränden nicht ausdrücklich benannt. Beide Fraktionen verlangten klare Zeitpläne für die Beschaffung der Luft- und Bodenmittel sowie für die Verstetigung saisonaler Stellen.

Offen ist die haushalts- und vergaberechtliche Umsetzung. Für die Finanzierung und Bindung konkreter Beschaffungen sind Beschlüsse des Gobierno de Aragón und nachgeordnete Verwaltungsakte erforderlich. Üblich sind europaweite Ausschreibungen für Luftfahrzeuge und Ausrüstung, die mehrere Monate in Anspruch nehmen können. In der Vergangenheit hatte die Regionalregierung bereits einzelne Leasing- und Kaufmodelle für Löschhubschrauber und Flugzeuge geprüft; das nun angekündigte Paket würde den Bestand nach Regierungsangaben deutlich erweitern.

Über die kurzfristige Einsatzstärkung hinaus bleibt die strategische Ausrichtung Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Neben mehr Technik fordern Fachleute und Teile der Opposition zusätzliche Mittel für Prävention, Waldpflege, Risikoanalysen und Schulungen. Im Raum steht außerdem eine stärkere Koordination zwischen der autonomen Ebene, Gemeinden und dem Staat, um während Spitzenlasten schnell zusätzliche Kapazitäten verfügbar zu haben. Azcón verwies darauf, dass die Regierung die von den Bürgerinnen und Bürgern erwartete Verantwortung trage; die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen wird sich an den anstehenden Haushalts- und Vergabeschritten zeigen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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