Wirtschaft

Analysten sehen Spaniens Großbanken mit über 29 Milliarden Euro Gewinn bis September 2026

Ein von Bloomberg erhobener Konsens erwartet für Banco Santander, BBVA, CaixaBank, Banco Sabadell, Bankinter und Unicaja zusammen mehr als 29,2 Milliarden Euro Nettoergebnis in den ersten neun Monaten 2026 – ein Plus von rund…

Stand 19. Oktober 2026: Ein von Bloomberg zusammengeführter Analystenkonsens rechnet damit, dass die sechs größten spanischen Institute – Banco Santander, BBVA, CaixaBank, Banco Sabadell, Bankinter und Unicaja – bis Ende September 2026 ein kumuliertes Nettoergebnis von über 29,2 Milliarden Euro erzielt haben. Mehrere spanische Medien griffen diese Zahl am Wochenende und am Montag auf. Bestätigt wäre sie erst mit den anstehenden Zwischenabschlüssen der einzelnen Banken.

Sollte sich die Projektion bewahrheiten, läge der Gewinn etwa 15 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2025. Als Haupttreiber nennen Analysten höhere Zinserträge infolge des gestiegenen Zinsniveaus in der Eurozone und kräftige Provisionseinnahmen, vor allem aus dem Fonds- und Versicherungsgeschäft. Das Umfeld bleibt dabei von den Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank geprägt; der Euribor hielt sich zeitweise über der Marke von drei Prozent. Im dritten Quartal fällt die Aktivität saisonal häufig geringer aus, weshalb Beobachter den Neunmonatszeitraum als aussagekräftigeren Referenzpunkt betrachten.

Analysten unterscheiden zudem nach Geschäftsmodellen: Global aufgestellte Häuser wie Banco Santander und BBVA gelten in der aktuellen Konjunkturlage als etwas besser positioniert als stärker binnenmarktorientierte Institute wie CaixaBank, Banco Sabadell, Bankinter und Unicaja. Die breitere geografische und währungsseitige Diversifikation kann Zins- und Konjunkturschwankungen dämpfen, während die Inlandsbanken stärker von der Entwicklung der spanischen Kreditnachfrage und des Einlagenwettbewerbs abhängen.

Der Markt wird in den kommenden Tagen und Wochen vor allem drei Kennziffern im Blick haben: erstens die Entwicklung des Zinsergebnisses, das in den letzten Quartalen von der Zinswende profitierte; zweitens die Höhe der Provisionserträge aus dem Wertpapier- und Versicherungsgeschäft; drittens die Risikovorsorge. Zwar stützen höhere Zinsen kurzfristig die Marge, doch können sie bei schwächerer Konjunktur mittelfristig die Kreditqualität beeinträchtigen und zu steigenden Wertberichtigungen führen.

Wichtig bleibt, dass es sich bislang um Konsensschätzungen handelt. Die genannten Medien verweisen auf die Zusammenstellung von Bloomberg als Orientierung für die Berichtssaison, nicht auf geprüfte Konzernzahlen. Die endgültige Einordnung der Ertragskraft der großen spanischen Banken bis September 2026 hängt von den testierten Zwischenergebnissen ab, die nun nacheinander veröffentlicht werden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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