Wirtschaft

Airbus Spanien: Belegschaft entscheidet am Montag über huelga indefinida – Konzern bietet IPC-Kopplung an

Nach Verhandlungen im Schlichtungsorgan SIMA stimmen Beschäftigte von Airbus España am Montag über einen unbefristeten Streik ab. Das Management signalisierte, Löhne an den IPC zu koppeln und Kaufkraftverluste schneller auszugleichen.

Am Montag, 24. August, beraten Belegschaftsversammlungen in mehreren spanischen Werken von Airbus España über die Ausrufung einer huelga indefinida ab Dienstag, 25. August. Vorausgegangen waren am Freitag, 21. August, ganztägige Gespräche im Schlichtungsorgan SIMA. Nach Angaben der aufrufenden Gewerkschaften UGT, CGT und Útil zeigte sich die Unternehmensleitung bereit, eine an den Verbraucherpreisindex (IPC) gebundene Lohnentwicklung zu verhandeln und Schritte zur beschleunigten Wiederherstellung verlorener Kaufkraft zu prüfen.

Auslöser des Konflikts war im Sommer die von der Belegschaft als einseitig empfundene Reduzierung von teletrabajo. Daraus entwickelte sich rasch ein breiterer Protest gegen Reallohnverluste und Arbeitsbedingungen. Nach übereinstimmenden Berichten spanischer Medien, darunter elDiario.es und Cadena SER, fällt die Eskalation in eine Phase hoher Gewinne des Konzerns; die Erwartungshaltung in der Belegschaft ist entsprechend hoch.

Konkret stehen laut Gewerkschaften drei Punkte im Fokus: erstens die formale Verankerung einer IPC-Kopplung künftiger Lohnsteigerungen, zweitens ein verbindlicher Pfad zur Wiederherstellung der in den vergangenen Jahren verlorenen Kaufkraft, drittens klare Leitplanken für teletrabajo, die bestehende Vereinbarungen respektieren. Details – etwa Zeitpläne, Bemessungsgrundlagen für mögliche Nachzahlungen und die Ausgestaltung betrieblicher Telearbeitsmodelle – blieben bis zum Wochenende offen. Eine Einigung vor den Versammlungen kam nicht zustande.

Die Entscheidung über den weiteren Kurs fällt nun vor Ort – unter anderem in Getafe –, wo die Belegschaft die jüngsten Vorschläge der Unternehmensleitung bewertet. UGT sprach nach den Gesprächen von einer Annäherung der Positionen, machte aber zugleich deutlich, dass ohne belastbare Zusagen keine Aussetzung der Mobilisierung zu erwarten sei. CGT und Útil betonen, die Abstimmung über eine huelga indefinida sei das legitime Mittel, um Verhandlungsergebnisse zu erzwingen.

Sollte die Belegschaft für einen unbefristeten Ausstand votieren, dürfte dies kurzfristig zu Störungen in der Produktion an spanischen Standorten führen. Gelingt es hingegen, in den kommenden Tagen Kernpunkte wie die IPC-Kopplung und verlässliche teletrabajo-Regeln in einem Rahmenabkommen zu fixieren, wäre ein Aussetzen der Mobilisierung möglich. Bis zur Abstimmung und einer etwaigen Fortsetzung der Gespräche im SIMA bleibt der Ausgang offen; gesichert ist lediglich, dass beide Seiten den aktuellen Streitpunkt – Löhne und Arbeitsorganisation – an die Spitze der Agenda gerückt haben.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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