Wirtschaft

Airbus holt Baker McKenzie für Verhandlungen in Spanien – Gewerkschaften drohen ab 24. August mit unbefristetem Streik

Airbus hat in Spanien die Kanzlei Baker McKenzie beauftragt, um in festgefahrenen Gesprächen mit Gewerkschaften Bewegung zu erreichen. Mehrere Verbände kündigen an, einen im Juli begonnenen Ausstand ab dem 24. August 2026 als unbefristeten…

Airbus hat nach übereinstimmenden spanischen Medienberichten die internationale Kanzlei Baker McKenzie eingeschaltet, um die komplexen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen in Spanien zu stützen. Ziel ist es, zusätzliche Verständigungswege zu eröffnen und eine Eskalation zu vermeiden. Zuerst berichtete El Confidencial über das Mandat; das Unternehmen begründet den Schritt mit der Komplexität des Prozesses.

Hintergrund ist eine anhaltende Auseinandersetzung über die Reduzierung von Homeoffice-Regelungen, Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie über Urlaubsplanung. Mehrere Gewerkschaften hatten ab dem 1. Juli zu einem unbefristeten Ausstand aufgerufen, den sie im August aussetzten. Sie kündigen an, den Streik ab dem 24. August 2026 fortzuführen. Ein zuvor mit CCOO ausgehandeltes Vorabkommen scheiterte Ende Juli an einer Belegschaftsabstimmung, was die Fronten weiter verhärtete. Neben CCOO treten insbesondere SIPA, UGT und CGT als treibende Kräfte in Erscheinung.

Airbus erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur EFE, die bisherigen Arbeitsniederlegungen hätten bislang keine Auswirkungen auf die Auslieferungen kommerzieller Flugzeuge gehabt; vorhandene Fertigungspuffer reichten derzeit aus, um Effekte abzufedern. Das Unternehmen beobachte die Lage und setze auf eine rasche Einigung. Diese Aussagen sind dem Unternehmen zugeschrieben; eine unabhängige Bestätigung über Produktionsdaten liegt nicht vor.

Die Einbindung von Baker McKenzie deutet auf den Versuch hin, rechtliche und prozedurale Optionen in einem vielstimmigen Tarifkonflikt zu ordnen und parallel laufende Gespräche mit mehreren Gewerkschaften zu koordinieren. Solche Mandate zielen in der Regel darauf, Vermittlungslösungen zu strukturieren, Verfahrensrisiken zu minimieren und Entscheidungswege zu beschleunigen. Über konkrete Inhalte oder neue Vorschläge aus den laufenden Gesprächen ist öffentlich nichts bekannt.

Sollte der angekündigte unbefristete Ausstand ab dem 24. August 2026 beginnen, wären Verzögerungen in spanischen Fertigungs- und Zulieferprozessen möglich, mit potenziellen Folgen für Terminpläne. Das ist eine Szenarioabschätzung; sie hängt von Umfang, Dauer und betroffenen Standorten ab. Airbus verweist bislang auf ausreichende Puffer.

Gesichert ist: das Mandat an Baker McKenzie, die ab Juli gestarteten und im August ausgesetzten Ausstände in Spanien sowie die von mehreren Gewerkschaften angekündigte Fortsetzung ab dem 24. August 2026. Zugeschrieben werden Airbus die Aussagen zu fehlenden Lieferauswirkungen und zur Beobachtung der Lage (gegenüber EFE). Prognostisch bleibt, ob und in welchem Ausmaß ein unbefristeter Streik die Produktion in Spanien beeinträchtigen würde.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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