Toledo, 30. September 2026 — Die Mesa del Tercer Sector de Castilla-La Mancha hat in Toledo ihren zweiten Kongress abgehalten. Im Mittelpunkt stand die Forderung, die Strukturen des Dritten Sektors zu festigen und den formellen Austausch mit der öffentlichen Verwaltung dauerhaft abzusichern.
Der Präsident der Mesa, José Antonio Romero, beschrieb den Dritten Sektor als „eine etwas empfindliche Blume“, die angesichts des politischen Umfelds gestärkt werden müsse. Er verwies auf die seit 2020 geltende Ley del Tercer Sector Social de Castilla-La Mancha als zentrale Grundlage für Beteiligung und Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Der dort verankerte zivile Dialog sei ein „grundlegendes“ Instrument, das bewahrt und weiterentwickelt werden müsse, um Mitwirkung und Koordination zu sichern.
Die Veranstaltung würdigte mehrere Institutionen für ihren Beitrag zur sozialen Arbeit und zur Sichtbarkeit des Sektors: ausgezeichnet wurden die staatliche Plataforma del Tercer Sector, der Präsident der Regionalregierung Emiliano García-Page, der öffentlich-rechtliche Sender Castilla-La Mancha Media (CMM) sowie die Universidad de Castilla-La Mancha (UCLM). Nach Angaben der Organisatoren sollen die Ehrungen die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft, Medien und Wissenschaft bekräftigen.
Teilnehmende betonten, dass rechtliche Rahmen allein nicht ausreichten. Gefordert wurden verlässliche und mehrjährige Finanzierungszusagen, die Stärkung von Netzwerken in den Kommunen sowie eine breitere Öffentlichkeitsarbeit. Als Beispiel nannten Verbandsvertreter die Information über die Möglichkeit, in der Steuererklärung soziale Zwecke zu kennzeichnen, um Projekte für benachteiligte Gruppen zu finanzieren. Zudem wurde die Notwendigkeit betont, Datenlage und Wirkungsmessung der Programme zu verbessern, um Mittel zielgenauer einzusetzen.
Aus Sicht der Organisatoren könnte der Kongress Impulse für eine Intensivierung des formellen Austauschs mit der Regionalverwaltung geben, einschließlich regelmäßiger Arbeitsrunden und klarer Zuständigkeiten. Angeregt wurden außerdem neue Kooperationsprojekte mit Medien und Hochschulen, etwa zu sozialer Innovation oder freiwilligem Engagement. Konkrete neue Finanzpakete oder Vereinbarungen wurden am Konferenztag nicht im Detail vorgestellt; die Mesa kündigte jedoch an, bestehende Foren des zivilen Dialogs zu nutzen, um offene Punkte mit der Regierung von Castilla-La Mancha zu verhandeln.
Romero verband seine Mahnung mit einem Appell an Zusammenhalt: Politische Schwankungen dürften den sozialstaatlichen Auftrag nicht untergraben. Der Dritte Sektor brauche Planbarkeit, damit Angebote für besonders verletzliche Gruppen in Städten und ländlichen Regionen verlässlich verfügbar bleiben.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).