Xerardo Quintiá ist Sieger der 24. Ausgabe des Premio de Poesía Afundación. Die Auszeichnung wurde am 29. September 2026 in der Niederlassung von Afundación in Santiago de Compostela bekanntgegeben. Der prämierte Band trägt den Titel Os cantos a Minha Senhor und erscheint in der Reihe Arte de trobar. Der Preis ist mit 7.000 Euro dotiert.
Vergeben wird der Premio de Poesía Afundación von Afundación in Zusammenarbeit mit dem Centro PEN Galicia; die Xunta de Galicia unterstützt die Auszeichnung. Der Generaldirektor für Kultur der Xunta de Galicia, Anxo M. Lorenzo, nahm an der Bekanntgabe teil. Er hob den Beitrag des Preises „zur Kultur und zur Normalisierung der galicischen Sprache“ hervor und sprach von einem Aufschwung der galicischen Dichtung, die in den vergangenen Jahren zunehmend überregional Anerkennung gefunden habe. Als Beleg nannte er jüngste nationale Ehrungen für Autorinnen wie Miriam Reyes, Chus Pato und Yolanda Castaño.
Die Jury wählte Quintiás Manuskript aus 46 anonym eingereichten, unveröffentlichten Arbeiten aus. Dem Gremium stand laut Mitteilung der Dichter und Essayist Luís González Tosar vor. Nach Presseberichten würdigte die Jury eine Formstrenge, die mit experimentellen Versen verbunden sei, sowie die thematische Spannweite des Bandes, der kulturelle Motive in eine gegenwartsbezogene Auseinandersetzung überführe. Eine schriftliche Begründung der Jury wird üblicherweise mit der Veröffentlichung des Buches in der Reihe Arte de trobar zugänglich gemacht.
Quintiá stammt aus dem Kreis Friol in der Provinz Lugo und ist in der galicischen Literaturszene seit Jahren präsent. Mit dem Premio de Poesía Afundación stärkt er seine Position innerhalb eines Genres, das in Galicien von einem dichten Netz aus Verlagen, Literaturhäusern und Förderinstitutionen getragen wird. Der Preis besteht seit 2002 und gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Lyrik in galicischer Sprache. Die Trägerinnen und Träger früherer Jahrgänge prägen die Lyrikproduktion der Region nachhaltig; die Aufnahme der Siegerbände in die Reihe Arte de trobar erleichtert zudem die Sichtbarkeit im Buchhandel.
Für Afundación und das Centro PEN Galicia ist die diesjährige Entscheidung auch ein Signal der Kontinuität. Beide Institutionen betonen seit Jahren, dass unveröffentlichte und anonym eingereichte Manuskripte faire Wettbewerbsbedingungen sichern. Die Unterstützung durch die Xunta de Galicia verankert den Preis zusätzlich im kulturpolitischen Rahmen des Landes. Der aktuelle Jahrgang bestätigt diesen Anspruch durch die Breite der Einreichungen und den erneut hochkarätig besetzten Vorsitz der Jury.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).