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World Wide Fund for Nature nennt sechs spanische Grundwasserleiter mit Verdacht auf illegale Entnahmen

Am 17. September 2026 legt der World Wide Fund for Nature eine Untersuchung vor, die in sechs spanischen Grundwasserleitern andauernde Übernutzung und Hinweise auf nicht genehmigte Entnahmen dokumentiert; besonders betroffen sind Doñana und der…

Kurzmeldung

Der World Wide Fund for Nature (WWF) hat am 17. September 2026 eine Analyse zu Grundwasserentnahmen in Spanien veröffentlicht. Die Studie identifiziert sechs Grundwasserleiter mit Anzeichen für anhaltende Übernutzung und für Entnahmen ohne ausreichende Genehmigung: Almonte-Marismas im Umfeld des Nationalparks Doñana, der Alto Guadiana mit den Feuchtgebieten Tablas de Daimiel, Los Arenales in Kastilien und León, das Campo de Cartagena am Mar Menor, das Gebiet von Baza in der Provinz Granada sowie ein südöstlicher Abschnitt im Einzugsgebiet des Segura.

WWF nennt insgesamt mehr als 80.000 Hektar bewässerter Fläche, bei denen Indizien für unregelmäßige Förderungen aus dem Untergrund vorliegen; für den Alto Guadiana werden dabei mehr als 39.000 Hektar unter Verdacht gestellt. Die Organisation macht als Treiber vor allem die Umwandlung traditioneller Trockenfeldkulturen in industriell betriebene, intensiv bewässerte Anbauflächen verantwortlich. Als Folgen nennt der Bericht sinkende Grundwasserspiegel, Gefährdung geschützter Feuchtgebiete wie Doñana und Tablas de Daimiel sowie wachsende Nutzungskonflikte zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus.

Für Genehmigungen und Kontrolle der Entnahmen sind die zuständigen Confederación Hidrográfica der jeweiligen Einzugsgebiete verantwortlich; Schutzgebiete und Sanierungsprogramme liegen in der Zuständigkeit des Ministeriums für den ökologischen Wandel (MITECO) und der autonomen Gemeinschaften. WWF fordert systematische Kontrollen, eine flächendeckende Messung der Fördermengen, die Stilllegung illegaler Brunnen und die vorläufige Aussetzung neuer Bewilligungen in gefährdeten Grundwasserkörpern. Regionale Verwaltungen betonen die wirtschaftliche Bedeutung der Bewässerungslandwirtschaft und kündigen koordinierte Maßnahmen mit den Wasserbehörden an.

Die vorgelegten Befunde korrespondieren in der Tendenz mit Einstufungen des MITECO zu gefährdeten Grundwasserkörpern, erlauben aber keine pauschale straf- oder verwaltungsrechtliche Bewertung: Ob Ermittlungen oder Sanktionen folgen, hängt von den weiteren Feststellungen der Behörden und Gerichte ab. Klar ist nach Ansicht der Autoren: Ohne wirksame Aufsicht und eine Anpassung der Bewässerung an verfügbare Ressourcen drohen dauerhafte Schäden für Grundwasserleiter und angrenzende Schutzgebiete.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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