La Rioja

Wirte der Calle San Juan starten Kampagne San Juan se saborea

Gastronomen der Calle San Juan in Logroño werben seit 13. September 2026 mit #SanJuanSeSaborea für mehr Rücksicht und Nachbarschaftlichkeit.

LOGROÑO, 13. September 2026 — Die Wirte der Calle San Juan in Logroño haben die Kampagne #SanJuanSeSaborea gestartet. Mit Plakaten und kurzen Leitsätzen in ihren Lokalen werben sie für ein rücksichtsvolleres Verhalten von Gästen und Besuchern und wollen zugleich das gastronomische Profil der Straße schärfen. Nach Angaben der Organisatoren reagiert die Initiative auf anhaltend hohe Besucherzahlen und wiederholte Klagen über Lärm und exzessives Feiern im öffentlichen Raum.

Getragen wird die Aktion von der Asociación de Hosteleros de la Calle San Juan. Die Botschaften sind bewusst einfach gehalten: „Menos ruido, más sabor“, „El vino no necesita gritos“, „Aquí aún vive un barrio“ und „Una calle viva no es un parque temático“. Aus Sicht der Wirte geht es nicht um Abgrenzung gegenüber Touristinnen und Touristen, sondern um das Einhalten von Standards, die das Miteinander zwischen Gastronomie und Anwohnerschaft sichern. Die Gastgeber verweisen darauf, dass zu lautes und enthemmtes Auftreten – etwa bei organisierten Gruppen oder Junggesellenabschieden – sowohl den Alltag der Nachbarn störe als auch das Erlebnis für jene mindere, die die lokale Küche und die Weinkultur suchen.

Die Kampagne ist lokal verankert und stützt sich auf Freiwilligkeit. Eine neue Regulierung oder zusätzliche Sanktionen sind nicht vorgesehen. Stattdessen zielt #SanJuanSeSaborea auf unmittelbare Sensibilisierung am Ort des Geschehens: in Bars und Restaurants der Calle San Juan sowie im direkten Umfeld. Gespräche zwischen dem Verband und der Stadtverwaltung über Nachbarschaftsverträglichkeit hatten dem Schritt vorausgegangen; formale Kooperationsabsprachen wurden zum Start jedoch nicht benannt.

Die Calle San Juan gilt seit Jahrzehnten als einer der prägenden gastronomischen Anlaufpunkte von Logroño in La Rioja. Diese Stellung beruht nach Einschätzung der Wirte auf Produktqualität, Service und einem lebendigen, aber bewohnbaren Stadtraum. Daran knüpft die Kampagne an und verbindet sie mit einem Appell, Genuss und Rücksicht in Einklang zu bringen. Ob und wie stark sich das Verhalten im Straßenraum verändert, hängt nun von der Resonanz bei Gästen, Betrieben und Kommune ab. Die Organisatoren sehen den Erfolg daran gemessen, ob die Leitgedanken der Plakate in den Alltag der Straße eingehen: weniger Lärm, mehr Geschmack – und eine Nachbarschaft, die sich mit ihrer Calle San Juan weiterhin identifiziert.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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