Das Instituto Nacional de Estadística veröffentlichte am 20. Oktober 2026 die Ergebnisse der Encuesta de Salud de España für das Jahr 2025. Laut der Pressemitteilung bewerteten 68,3 Prozent der Bevölkerung Spaniens ihren Gesundheitszustand in den vorangegangenen zwölf Monaten als "gut" oder "sehr gut"; das sind 5,8 Prozentpunkte weniger als 2023. Gleichzeitig gab mit 66,2 Prozent ein deutlich höherer Anteil der Menschen ab 15 Jahren an, an mindestens einer chronischen Krankheit zu leiden; 2023 lag dieser Wert noch bei 57,7 Prozent. Diese Zahlen stammen ausdrücklich von dem Instituto Nacional de Estadística und gelten als repräsentativ für Spanien.
Die Verteilung ist ungleich: Frauen meldeten eine höhere Prävalenz chronischer Erkrankungen (70,9 Prozent) als Männer (61,4 Prozent). Zu den häufigsten Diagnosen zählen erhöhtes Cholesterin (21,1 Prozent), Bluthochdruck (20,0 Prozent) und chronische Rückenschmerzen (17,8 Prozent). Zudem berichteten 16,2 Prozent der Befragten ab 15 Jahren in den zwei Wochen vor der Befragung über ein depressives Beschwerdebild, ein Anstieg um 1,6 Punkte gegenüber 2023.
Zeitgleich stieg die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens: 26,5 Prozent suchten in den vier Wochen vor der Befragung einen Hausarzt auf, 17,8 Prozent einen Facharzt; 7,8 Prozent waren innerhalb der letzten zwölf Monate stationär behandelt worden und 32,1 Prozent gaben an, mindestens einmal die Notaufnahme aufgesucht zu haben. Diese Zunahmen gegenüber 2023 deuten auf wachsende Versorgungsbedarfe hin.
Präventive Maßnahmen zeigen ein gemischtes Bild: Die Grippeimpfquote bei Menschen ab 65 Jahren sank auf 64,0 Prozent (2023: 67,0 Prozent), während Screening-Untersuchungen wie Mammographien und Stuhltests zur Darmkrebsfrüherkennung zunahmen. Insgesamt berichtete mehr als die Hälfte der Erwachsenen von Übergewicht und Adipositas, ein Indikator für langfristige gesundheitliche Herausforderungen.
Das Instituto Nacional de Estadística weist darauf hin, dass die Daten auf Selbstauskünften basieren; detaillierte Tabellen nach Regionen und Altersgruppen liegen dem Bericht bei. Die Befunde liefern eine Grundlage für politische und gesundheitliche Planungen in Spanien angesichts steigender chronischer Krankheitslasten.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).