In der Gemeinde Tuéjar in der Provinz Valencia hat am 15. September 2026 ein Waldbrand binnen Stunden rund 690 Hektar Vegetation erfasst. Die Einsatzleitung der Generalitat Valenciana meldete am Abend einen etwa 17 Kilometer langen Perimeter. Wegen möglicher Gefährdungen für bewohnte Bereiche und Infrastruktur aktivierte das Centro de Coordinación de Emergencias die operative Stufe 2 des Plan Especial de Incendios Forestales (PEIF). Die Unidad Militar de Emergencias wurde zur Unterstützung angefordert.
Nach Angaben der Behörden waren zeitweise etwa 14 Luftmittel sowie zahlreiche Bodeneinheiten im Einsatz, darunter Brigadas forestales, Autobombas, lokale Feuerwehren und Spezialteams des Consorcio Provincial de Bomberos. Vorsorglich wurden etwa 25 Personen in Sicherheit gebracht, darunter Bewohner in der Nähe eines Campingplatzes und von landwirtschaftlichen Betrieben. Zwei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen; einer wurde mit Verbrennungen ins Krankenhaus La Fe in Valencia gebracht, ein weiterer mit Prellungen in ein Krankenhaus in Llíria. Beide gelten als außer Lebensgefahr.
Der Brandherd wurde nahe der Cueva de las Palomas lokalisiert. Böiger Wind und trockene Vegetation begünstigten die Ausbreitung und erschwerten die Arbeit der Löschmannschaften. Einsatzleiter berichteten in der Nacht von einer leichten Entspannung an einzelnen Fronten; mit nachlassendem Wind wurde zumindest eine Stabilisierung der Lage erwartet. Eine vollständige Kontrolle war jedoch zunächst nicht absehbar.
Der Bürgermeister von Tuéjar, Carlos Tarazón, sprach von großer Betroffenheit in der Gemeinde. Er sagte, das Feuer sei für die Menschen vor Ort mehr als nur ein Waldbrand und greife auch seelisch an. Teile der Reserva de la Biosfera del Alto Turia liegen im betroffenen Gebiet. Umweltbehörden kündigten an, Auswirkungen auf Flora und Fauna in den kommenden Tagen zu erfassen.
Zur Brandursache liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Guardia Civil und der Umweltzweig SEPRONA haben Ermittlungen aufgenommen, unterstützt von Fachleuten der Generalitat Valenciana. Der Beginn der Untersuchungen am Brandort richtet sich nach den Sicherheitsbedingungen. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Anweisungen über den Notruf 112 zu befolgen und Sperrzonen zu meiden.
Die Löschkräfte planen, den Schwerpunkt auf die Sicherung von Flanken und den Schutz sensibler Bereiche zu legen, bis Wetter und Gelände einen umfassenderen Angriff auf die Feuerlinie erlauben.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).