Der Waldbrand im Umfeld von Las Peñas de Riglos (Provinz Huesca) war am Abend des 12. August 2026 weiter aktiv. Nach dem jüngsten Perimeter von INFOAR beläuft sich die vorläufig betroffene Fläche auf 5.705 Hektar. Die Einsatzleitung konzentriert sich darauf, eine Ausbreitung in Richtung des Klosterkomplexes San Juan de la Peña zu verhindern. Die Behörden halten die Operative Lage 2, Stufe 2 des Plans PROCINFO aufrecht.
Laut Einsatzleitung waren in der Nacht 18 Löschgruppen, neun Tanklöschfahrzeuge, vier Planierraupen, eine Einheit der BRIF sowie zwei Einheiten der Unidad Militar de Emergencias mit rund 120 Soldaten im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Guardia Civil, Protección Civil, Cruz Roja und Personal der betroffenen Comarcas. Die Koordination erfolgt unter INFOAR und im Rahmen von PROCINFO.
Zur Gefahrenabwehr wurden vorsorgliche Evakuierungen angeordnet. Nach Angaben der Einsatzleitung wurden am 12. August unter anderem Botaya, Villalangua, Salinas de Jaca, Ena, Centenero, Bailo, Larués, Arbués und Alastuey geräumt. Insgesamt waren 577 Personen betroffen; hinzu kamen etwa 100 Gäste des Camping Pirineos, die das Gelände verließen. Für Santa Cilia de Jaca und Binacua wurde am Abend eine ES-Alert-Sirenenmeldung ausgelöst; dort galt zunächst die Aufforderung, in den Häusern zu bleiben, wegen starker Rauchentwicklung.
Die A-132 ist zwischen Murillo de Gállego und Bailo gesperrt; zudem sind Abschnitte der A-1205 sowie Zubringer zur N-240 beeinträchtigt. In Santa María de la Peña und im Umfeld von Bailo kam es zu Stromausfällen, die nach Angaben der regionalen Dienststellen weitgehend behoben wurden.
Zur Brandursache laufen Ermittlungen. Lokale Medien berichteten, der mutmaßliche Entstehungsbereich liege nahe Arbeiten an der A-132 bei Santa María de la Peña; dies wird von den zuständigen Stellen geprüft. Offizielle Ergebnisse liegen nicht vor.
Die Prognose für den 13. August sieht zunächst schwache Winde vor, mit zunehmendem Ost- bis Südostwind am Nachmittag und Böen bis etwa 50 km/h. Nach Einschätzung der Einsatzleitung würde dies die Brandbekämpfung erschweren; entsprechend liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau von Verteidigungslinien und dem Schutz exponierter Siedlungen und Verkehrsachsen.
Die genannten Zahlen und Maßnahmen beruhen auf am 12. August veröffentlichten Lageberichten der Einsatzkräfte und den Mitteilungen der regionalen Behörden.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).