Volkswagen, seine Batterietochter PowerCo und Gotion High-Tech haben am 28. September 2026 vereinbart, ihre strategische Allianz durch ein gemeinsames Unternehmen zu vertiefen. Das Joint Venture soll die Entwicklung und den Betrieb der Batteriezellfabrik in Sagunto (Valencia) übernehmen, die derzeit in Parc Sagunt II entsteht. Die beteiligten Unternehmen veranschlagen dafür eine Investition von 1,1 Milliarden Euro. Ziel ist es, Sagunto als strategischen europäischen Standort für Batterietechnologie auf Basis von Lithium-Eisenphosphat (LFP) zu stärken.
Nach Unternehmensangaben und übereinstimmenden Medienberichten umfasst die Vereinbarung eine enge technische und industrielle Zusammenarbeit. Konkrete Angaben zu Beteiligungsquoten, Organen des Gemeinschaftsunternehmens und Zahlungsplänen wurden am Montag nicht veröffentlicht. Auch ein aktualisierter Zeitplan für Baufortschritte und Produktionsanlauf blieb zunächst offen. Die Fabrik ist ein Kernprojekt von PowerCo für die Versorgung mehrerer Konzernwerke in Südeuropa und wurde von Beginn an für großvolumige Zellfertigung konzipiert.
Die Festlegung auf LFP-Technologie zielt auf robuste, kosteneffiziente Zellen, die sich für volumenstarke Fahrzeugsegmente eignen. Damit positioniert sich Sagunto in einem Teilmarkt, der weltweit stark an Bedeutung gewinnt. Für die Region Valencia ist die Vereinbarung ein weiterer Meilenstein eines Industrievorhabens, das bereits vor dem heutigen Schritt als Job- und Wertschöpfungstreiber eingestuft wurde. Aussagen zu konkreten Beschäftigungszahlen, lokalen Zulieferketten und Qualifizierungsprogrammen wurden am Tag der Ankündigung nicht nachgereicht.
Faktisch fest steht damit der nächste Integrationsschritt zwischen Volkswagen, PowerCo und Gotion High-Tech für den Standort Sagunto. Zugeschriebene Aussagen zu künftigen Kapazitäten, Ausbaustufen oder Exportanteilen bleiben vorläufige Planungsziele der Unternehmen, bis belastbare Vertragsdetails oder Bau- und Produktionskennziffern veröffentlicht werden. Lokale Behörden und Sozialpartner dürften sich nach der formalen Bestätigung des Joint Venture zu Anforderungen an Infrastruktur, Netzanbindung und Flächenlogistik äußern.
Mit dem heute bekannt gegebenen Vorhaben rückt Sagunto stärker in den europäischen Batterieverbund. Ob und wie sich die Vereinbarung auf bereits bestehende Programmlinien bei PowerCo – etwa zur chemischen Vielfalt der Zellformate oder zur Integration weiterer Lieferanten – auswirkt, werden Folgeinformationen der beteiligten Unternehmen zeigen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).