Das spanische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass zwei in Ceuta eingesetzte Soldaten nach Angriffen in das Hospital Central de la Defensa Gómez Ulla in Madrid verlegt und dort stationär aufgenommen wurden. Zu Tätern, genauen Tatorten und zum Zeitpunkt der Übergriffe machte das Ministerio de Defensa am Donnerstag keine Angaben. Auch Art und Schwere der Verletzungen wurden nicht offiziell mitgeteilt.
Nach Berichten mehrerer spanischer Medien, darunter Europa Press, erfolgte die Verlegung per Lufttransport. RTVE meldete, dass Verteidigungsministerin Margarita Robles die beiden Soldaten im Krankenhaus besucht habe. Eine detaillierte amtliche Darstellung des Tathergangs lag zunächst nicht vor.
Die Einlieferungen stehen im Zusammenhang mit der seit Ende Juli angespannten Migrationslage in Ceuta. In der Folge sind Einheiten der Streitkräfte dort in dauerhaft kleinerer Stärke präsent und unterstützen Sicherheitsaufgaben in der Stadt. Wiederholt berichteten örtliche und landesweite Medien von Zwischenfällen, bei denen Angehörige der Streitkräfte, der Polizei und der Guardia Civil angegriffen worden sein sollen. Diese Schilderungen stammen bislang überwiegend aus Presseberichten und Stellungnahmen von Verbänden; eine konsolidierte amtliche Bilanz liegt nicht vor.
Das Verteidigungsressort bekräftigte in einem Kurzstatement seine Unterstützung für die verletzten Soldaten und dankte dem eingesetzten Personal für dessen Dienst. Konkrete Rückschlüsse auf mögliche Anpassungen des Einsatzkonzepts in Ceuta zog das Ministerium nicht. Auch ob Ermittlungen bereits zu Festnahmen oder Identifizierungen geführt haben, blieb zunächst offen.
Berufsverbände der Soldaten nutzen die Vorfälle erneut, um klare Einsatzregeln und zusätzliche Schutzmaßnahmen für in Ceuta eingesetztes Personal zu fordern. Die Forderungen zielen auf eine Präzisierung der Rechtslage und der Ausrüstung ab; sie enthalten jedoch keine Angaben zu konkreten Weisungen des Verteidigungsministeriums. Regierung und Opposition in Madrid verweisen ihrerseits auf die Zuständigkeit der Sicherheitsbehörden und auf die Notwendigkeit, Fakten zu den Vorfällen zu ermitteln, bevor politische Schlussfolgerungen gezogen werden.
Faktisch gesichert sind nach derzeitigem Stand die Verlegung nach Madrid und die Bestätigung durch das Ministerio de Defensa; offen bleiben die genauen Umstände der Angriffe sowie der Gesundheitszustand der Betroffenen. Weitere Angaben der Behörden werden in den kommenden Tagen erwartet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).