Aktuell

Vater von Claudia Tacoronte besucht Tatort in Morelos

Mexikanische Behörden haben der Familie der getöteten Spanierin Claudia Tacoronte in Morelos den Leichnam übergeben. Ihr Vater reiste an und besuchte den mutmaßlichen Tatort in Cuautla; ein Verdächtiger sitzt in Haft.

Die mexikanischen Behörden haben am 18. September in Morelos den Leichnam der 21-jährigen Spanierin Claudia Tacoronte an ihre Familie übergeben. Ihr Vater, Valentín Tacoronte, reiste aus Spanien an und besuchte in Cuautla die Casa de la Cultura de Cuautla, den Ort, an dem seine Tochter in der Nacht zum 12. September tödlich verletzt worden sein soll. An dem formalen Übergabetermin nahmen nach Behördenangaben auch Vertreter der spanischen Konsularabteilung teil.

Die Fiscalía General del Estado de Morelos führt die Ermittlungen. Ein Mann, den die Staatsanwaltschaft als Francisco Javier N. bezeichnet, befindet sich in Haft. Die Ermittler ordnen die Tat rechtlich als feminicidio ein und kündigten an, vor Gericht die Höchststrafe zu beantragen. Angaben zu einem konkreten Prozesstermin lagen bis zum Wochenende nicht vor. Zur Beweislage verwies die Behörde auf forensische Untersuchungen und Zeugenaussagen; zu möglichen Motiven äußerte sie sich nicht abschließend.

Claudia Tacoronte stammte aus Santa Brígida auf Gran Canaria und studierte im Austausch an der Universidad Autónoma del Estado de Morelos. Der Fall hat in Mexiko und in Spanien breite Aufmerksamkeit ausgelöst. In Cuautla und an der Universität wurde der Getöteten gedacht. In Morelos hatten zuletzt mehrere Tötungsdelikte an Frauen Proteste gegen Gewalt und Forderungen nach wirksamem Schutz von Studentinnen und nach behördenübergreifender Prävention ausgelöst.

Nach der formalen Freigabe des Leichnams bereitet die Familie die Überführung nach Spanien vor. Die Behörden erklärten, die hierfür nötigen rechtlichen Schritte seien abgeschlossen. Unklar ist, ob es vor der Tat Hinweise auf Gefährdungen gab und ob Sicherheitsvorgaben der Universität oder der lokalen Behörden ausreichend waren. Diese Fragen bleiben Gegenstand politischer und institutioneller Debatten in Morelos.

Zuschreibungen und Prognosen: Aussagen zur Einstufung der Tat als feminicidio, zur Haft des Beschuldigten und zur beabsichtigten Strafantragstellung stammen von der Fiscalía General del Estado de Morelos. Die Anwesenheit des Vaters am mutmaßlichen Tatort wurde von mehreren Medien dokumentiert. Ob der Fall zu Änderungen bei der Vorbereitung und Begleitung spanischer Austauschstudierender in Mexiko führt, ist offen und eine Entscheidung der beteiligten Hochschulen und des spanischen Außenministeriums.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk