Die Conselleria de Educación der Generalitat Valenciana und drei Lehrergewerkschaften haben ihre Beratungen am 3. November in València ohne nennenswerte Annäherung beendet. Einziger konkreter Beschluss ist die Einberufung einer technischen Arbeitsrunde für den 10. November, die sich ausschließlich mit den Stellenplänen (plantillas) befassen soll. Ein übergreifender Fahrplan für die anstehenden Verhandlungen bis zur von den Gewerkschaften gesetzten Frist am 30. November kam nicht zustande.
An dem Treffen mit Consellera Carmen Ortí und dem secretario autonómico Daniel McEvoy nahmen Vertreterinnen und Vertreter von STEPV, CCOO-PV und UGT-PV teil. Auf Drängen der Gewerkschaften war zudem die Sprecherin der Coordinadora d’Assemblees Docents del País Valencià (CADPV), Sandra Cáceres, im Raum. Nach Gewerkschaftsangaben blieb die Bildungsverwaltung bei zentralen Punkten vage – dazu zählen Verbesserungen bei den Gehältern, die sprachpolitische Regulierung des Valencianischen sowie die personelle Ausstattung der Schulen.
Die Verwaltung verwies auf ein hybrides Vorgehen: Neben den bereits terminierten 47 thematischen Runden sollten offene Fragen dort geprüft und bei Bedarf separat verhandelt werden. Die Gewerkschaften lehnten das ab. STEPV-Vertreter Marc Candela kritisierte, dieses Format erzeuge Verzögerungen, statt strittige Punkte zügig und gebündelt zu lösen. Eine verbindliche Abfolge von Gesprächsterminen zu den einzelnen Forderungspaketen legte die Conselleria am Freitag nicht vor.
Als unmittelbare Folge bleiben die Proteste bestehen. STEPV, CCOO-PV und UGT-PV rufen weiter zur Teilnahme am für den 11. November angesetzten Streik im Bildungsbereich auf. Bis dahin erwarten sie greifbare Zusagen zu den Stellenplänen und Signale bei weiteren Forderungen. Ohne Fortschritte drohe eine Ausweitung der Mobilisierungen, betonten die Verbände.
In der Sache geht es neben einer Aufstockung der Stellen um Entlastungen im Unterrichtspensum, verlässliche Vertretungsregelungen, Investitionen in Gebäude und Ausstattung sowie die Finanzierung dieser Maßnahmen. Der nun vereinbarte Fokus auf die plantillas am 10. November gilt den Gewerkschaften als Test, ob die Conselleria bereit ist, bei messbaren Parametern wie Klassengrößen und Ressourcenschlüsseln nachzusteuern. Die Bildungsverwaltung verweist demgegenüber auf die Notwendigkeit, Maßnahmen in bestehende Planungs- und Haushaltszyklen einzupassen.
Die Lage bleibt damit angespannt: Während die Conselleria Zeit gewinnen und Verfahren verstetigen will, drängen die Gewerkschaften auf konkrete, kurzfristig überprüfbare Zusagen. Ob die technische Sitzung am 10. November die Blockade löst, ist offen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).