Der Consell der Generalitat Valenciana hat am 11. September 2026 beschlossen, die spanische Zentralregierung um die Einstufung von sechs Gemeinden als „zonas afectadas gravemente por una emergencia de protección civil“ zu bitten. Damit sollen staatliche Hilfen nach schweren Waldbränden dieses Sommers aktiviert werden. Der Beschluss wurde nach der Plenarsitzung bekanntgegeben.
Genannt werden Sierra Engarcerán, Tírig, Catí, Segorbe, Gátova und El Saler (València). Der Antrag verweist auf eine Trocken-Gewitterlage am 7. August, die mehrere Feuer in der Provinz Castellón auslöste. Besonders betroffen waren Sierra Engarcerán und Tírig, wo umfangreiche Löschkräfte eingesetzt wurden, Schutzmaßnahmen griffen und örtliche Evakuierungen erfolgten. Am 20. August brach bei Segorbe ein weiterer Brand aus, der am Folgetag an Intensität gewann und den Einsatz der Unidad Militar de Emergencias (UME) erforderlich machte. Ende August brannte zudem die Devesa del Saler im Stadtgebiet von València; auch dort kam es vorsorglich zu Evakuierungen. Gátova und Catí waren nach Angaben des Consell ebenfalls von Vegetationsbränden und deren Folgen betroffen.
Die formale Erklärung als schwer betroffene Zone liegt in der Zuständigkeit des Consejo de Ministros. Mit einer Stattgabe würden rechtliche Voraussetzungen für staatliche Unterstützungsmaßnahmen geschaffen – darunter vereinfachte Verwaltungsverfahren, Hilfen für die Wiederherstellung kommunaler Infrastruktur sowie direkte Unterstützungen für geschädigte Haushalte und Betriebe. Der Consell hebt hervor, dass neben Soforthilfen auch Mittel für Prävention, Waldpflege und Wiederaufforstung benötigt werden, um die Resilienz der betroffenen Gebiete zu erhöhen.
Oppositionsparteien im valencianischen Parlament kritisierten die Koordination der Einsätze und forderten transparente Kriterien für die Verteilung von Hilfsgeldern. Über konkrete Zeitpläne und Budgets wird nach Vorliegen offizieller Schadensbilanzen auf nationaler Ebene entschieden. Bis dahin laufen in den Gemeinden Aufräum- und Sicherungsarbeiten sowie erste Planungen für die Wiederherstellung beschädigter Wege, Versorgungsleitungen und Schutzinfrastrukturen.
Der Antrag fügt sich in das in Spanien übliche Verfahren nach Naturereignissen wie Waldbränden ein. Das Instrument der „zonas afectadas gravemente“ wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angewandt, um nach außergewöhnlichen Schadenslagen rasch Unterstützungsmechanismen zu eröffnen. Für die sechs betroffenen Orte in der Comunitat Valenciana wäre eine positive Entscheidung des Consejo de Ministros der formale Schritt, um Hilfspakete gezielt zu aktivieren und die Wiederaufbauarbeiten abzustützen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).