Aktuell

Valencianische Institutionen halten Schweigeminuten für Opfer von Benidorm und Sevilla

Behörden, Parlamente, Universitäten und Kommunen der Valencianischen Gemeinschaft haben am Dienstag mit Schweigeminuten der in Benidorm und La Campana getöteten Frauen gedacht und die mutmaßliche Gewalt gegen Frauen verurteilt.

Institutionen der Valencianischen Gemeinschaft haben am Dienstag vor ihren Sitzen Schweigeminuten für zwei jüngst getötete Frauen abgehalten. Vor der Conselleria de Servicios Sociales, Familia e Infancia, bei der Delegation der Zentralregierung, in Les Corts, an Universitäten und in zahlreichen Rathäusern verurteilten Vertreterinnen und Vertreter die mutmaßliche Gewalt gegen Frauen in Benidorm (Provinz Alicante) und in La Campana (Provinz Sevilla).

Der Fall Benidorm betrifft eine 33-jährige Frau, die spanischen Medien zufolge Meriane hieß und am Sonntag mit Stichverletzungen aufgefunden wurde. Nach Angaben der Policía Nacional wurde ihr Lebenspartner festgenommen. Zudem nahm die Polizei zwei weitere Personen wegen mutmaßlicher Beihilfe beziehungsweise Verschleierung von Spuren fest. Die Ermittlungen zu Tathergang, Tatwaffe und möglicher Beteiligung Dritter dauern an; forensische Ergebnisse stehen noch aus.

In La Campana starb eine 47-jährige Frau, in Berichten als Vanessa bezeichnet, ebenfalls an Stichverletzungen. Die Guardia Civil nahm am Freitag einen 56-jährigen Verdächtigen fest, der sich zuvor in einem Haus verschanzt hatte. Nach Behördenangaben prüfen die Ermittler einen Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen. Die Delegación del Gobierno contra la Violencia de Género führte den Fall in ihrer laufenden Prüfung. Die andalusische Regionalregierung teilte mit, die Frau sei im staatlichen Schutzsystem Viogén im Zusammenhang mit einer früheren Beziehung erfasst gewesen; zum aktuellen Verdächtigen lagen demnach keine Warnstufen vor.

In Valencia, Alicante und Castelló unterstrichen Rednerinnen und Redner die Notwendigkeit, Prävention, Meldesysteme und Hilfsangebote zu stärken. Das Ayuntamiento de Benidorm rief zu gemeinsamer Anteilnahme auf. Die Delegación del Gobierno contra la Violencia de Género verwies auf die laufende statistische Erfassung solcher Taten und die rechtliche Einordnung durch die Justiz. Rechtliche Bewertungen und mögliche Anklagen bleiben dem Abschluss der Ermittlungen vorbehalten.

Die Schweigeminuten in der Valencianischen Gemeinschaft schließen an ähnliche Gedenkbekundungen in weiteren Städten an. Unabhängig von der juristischen Qualifizierung der beiden Fälle betonten die Behörden, dass jede Anzeige ernst zu nehmen ist und Zugänge zu Schutz und Beratung niedrigschwellig sein müssen. Die Guardia Civil und die Policía Nacional bitten um Hinweise aus der Bevölkerung, um die noch offenen Fragen in beiden Ermittlungen zu klären.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels