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Valencia: Studie belegt langlebige Akustikmaterialien aus Recycling- und Naturfasern

Die Universitat Politècnica de València meldet: Verbundstoffe aus recycelten und natürlichen Fasern behalten über viele Jahre wesentliche akustische Eigenschaften für die Innenraumakustik.

Die Universitat Politècnica de València hat am 12. Oktober 2026 Ergebnisse einer Untersuchung zur Dauerhaftigkeit akustischer Baustoffe vorgestellt. Demnach behalten Verbundmaterialien aus recycelten und natürlichen Fasern über lange Zeiträume zentrale Leistungsmerkmale für die Innenraumakustik. Das Team am Campus Gandia verglich aktuelle Messwerte mit früheren Referenzdaten und nutzte identische Verfahren zur Bestimmung der Schallabsorption und der Luftdurchlässigkeit.

Als Kernbefund berichten die Forschenden, dass viele geprüfte Materialmischungen ihre schallabsorbierende Wirkung und relevante mechanische Kennwerte weitgehend erhalten haben. Produkte mit hohem Anteil synthetischer Bestandteile schnitten besonders stabil ab. Zugleich zeigten auch Mischungen mit natürlichen Fasern wie Baumwolle, Wolle, Hanf, Jute oder Kokosfaser in zahlreichen Fällen ein weiterhin tragfähiges akustisches Verhalten. Dieses Ergebnis stützt die Nutzung von Recyclingströmen wie recyceltes Polyester und Textilrückstände in akustischen Verbundstoffen.

Die Untersuchung adressiert ein praktisches Problem in Planung und Bau: die Unsicherheit über die Langzeitperformance alternativer Dämm- und Absorbermaterialien. Nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren liefern die Resultate belastbare Anhaltspunkte für Architektinnen und Architekten sowie Bauingenieurinnen und -ingenieure, um nachhaltigere Werkstoffe im Ausbau von Schulen, Büros und Wohngebäuden zu wählen. Die Forschenden betonen zugleich, dass ergänzende Brandschutzprüfungen, Lebenszyklusanalysen und Erprobungen mit industriellen Partnern notwendig bleiben, bevor eine breite Markteinführung und normative Zulassungen erfolgen können. Prognosen zu Kosten- oder Markteffekten werden nicht abgegeben.

Methodisch stützt sich die Studie auf vergleichende Messreihen zur Schallabsorption und zur Luftdurchlässigkeit, die eine veränderte Porenstruktur und Faseranordnung indirekt abbilden. Ergänzende mikroskopische Kontrollen dokumentierten ein mehrheitlich intaktes Gefüge der Verbundstoffe. Intensive Degradationserscheinungen wurden nicht regelhaft festgestellt. Die Autorenschaft ordnet die Befunde in den Kontext der europäischen Bemühungen um zirkuläre Baustoffe ein, weist aber darauf hin, dass Einbaubedingungen, Feuchte und Temperaturprofile projektspezifisch variieren und sich auf die Haltbarkeit auswirken können.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Fachjournal Case Studies in Construction Materials. Der Bezug zur Region Valencia ergibt sich aus der Entwicklung und Prüfung am Campus Gandia der Universitat Politècnica de València. Für Bauvorhaben in der Comunitat Valenciana und darüber hinaus liefert die Arbeit eine empirische Grundlage, um recyclingbasierte Lösungen zielgerichtet in die Innenraumakustik zu integrieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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