València lässt den Zustand der hölzernen Kassettendecke der Sala Dorada in der Lonja de la Seda prüfen. Nach Angaben des Ayuntamiento de València wurden Ende Mai Voruntersuchungen beauftragt, die den Erhaltungszustand dokumentieren und den Bedarf an konservatorischen und statischen Maßnahmen bestimmen sollen. Die Stadt verbindet den Schritt mit dem 30. Jahrestag der Aufnahme des Bauwerks in die Welterbeliste der Unesco im Jahr 1996.
Konkret erhielt die Firma Noema Restauradores am 28. Mai den Auftrag, eine methodische Grundlage für die Untersuchungen zu erstellen. Daran anschließende technische Studien wurden an dasselbe Unternehmen für 36.070,10 Euro vergeben. Die Arbeiten sind für rund drei Monate angesetzt und sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Für die Analysen wird in der oberen Etage der Lonja ein Gerüst installiert, um direkten Zugang zur Decke zu gewährleisten. Die Stadtverwaltung spricht von einer vorbereitenden Phase; Eingriffe an Dekor, Tragwerk und Farbfassungen werden erst nach Vorlage der Befunde festgelegt.
Die Lonja de la Seda, zwischen dem späten 15. und frühen 16. Jahrhundert errichtet, gilt als bedeutendes Beispiel des spätgotischen Zivilbaus in Spanien. Die Sala Dorada ist wegen ihrer reich gefassten Holzdecke – im lokalen Fachwortlaut „artesonado“ – besonders wertvoll. Historische Quellen verweisen auf eine Umsetzung und mehrere konservatorische Eingriffe im 20. Jahrhundert. Ein zentrales Ziel der aktuellen Studien ist eine technisch belastbare Bestandsaufnahme von Holzsubstanz, Fassung und Befestigungen als Grundlage für spätere Maßnahmen.
Nach städtischer Darstellung wird über Umfang, Terminplan und Finanzierung der eigentlichen Restaurierung erst auf Basis der Ergebnisse entschieden. Als Orientierung nennt das Rathaus, dass die nachfolgenden Arbeiten voraussichtlich ein Volumen von mehr als einer Million Euro erreichen könnten. Konkrete Einschränkungen für den Publikumsverkehr der Lonja wurden bislang nicht angekündigt; Details will das Ayuntamiento de València nach Abschluss der Voruntersuchungen mitteilen.
Die Unesco‑Eintragung ist für die Stadt ein maßgeblicher Rahmen für die denkmalpflegerische Planung. Fachliche Vorgaben zur Erhaltung historischer Substanz und zur Dokumentation der Eingriffe sollen nach Auskunft der Verwaltung eng mit den Anforderungen des Welterbestatus abgestimmt werden. Prognosen über den Beginn der eigentlichen Restaurierung sind derzeit nicht belegt; belastbare Termine werden erst erwartet, wenn die technische Auswertung vorliegt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).