Die Generalitat Valenciana hat am 11. Oktober 2026 neue Ergebnisse zum Monitoring von Steppenvögeln in der Comunitat Valenciana vorgelegt. Demnach zeigt der Rötelfalke (Falco naumanni) mit 178 Brutpaaren eine positive Tendenz; 337 Jungvögel wurden in 141 Nestern dokumentiert. Etwa 78 Prozent der Paare brüten in ausgewiesenen EU-Vogelschutzgebieten (ZEPA), 22 Prozent außerhalb. Beim Spießflughuhn (Pterocles alchata) wurden 103 Individuen gezählt – der bislang höchste Wert der regionalen Zensusreihe.
Die Erhebungen verorten die Schwerpunkte des Spießflughuhns in den Schutzgebieten Moratillas‑Almela sowie der ZEPA Meca‑Mugrón‑San Benito (90 beziehungsweise 13 Tiere). Für die Großtrappe (Otis tarda) liegen erstmals belastbarere Hinweise auf Reproduktion in der Region vor, darunter Balzbeobachtungen und Nachweise von Weibchen mit Jungvögeln. Die Bestände bleiben jedoch klein und räumlich eng begrenzt.
Die Verwaltung führt die jüngsten Zuwächse bei einzelnen Arten unter anderem auf lokale Schutzmaßnahmen zurück. Genannt werden der Ausbau von Nistgelegenheiten an Gebäuden, die Pflege geeigneter Brut- und Nahrungsflächen sowie punktuelle Eingriffe zur Sicherung offener Ackerstrukturen. Diese Habitate gelten als Schlüssel für die Erhaltung der charakteristischen Vogelgemeinschaft in den Trockengebieten des Landesinneren.
Gleichzeitig verzeichnet der Bericht deutliche Rückgänge bei anderen Steppenarten. Beim Schwarzbauchflughuhn (Pterocles orientalis) wurden lediglich vier Individuen nachgewiesen – ein Tiefststand seit Beginn der Erhebungen. Die Zwergtrappe (Tetrax tetrax) ist mit nur vier territorialen Männchen ebenfalls stark zurückgedrängt. Als Hauptursache nennt die Analyse den anhaltenden Verlust offener Ackerlandschaften: Der Rückgang von Bracheflächen und kleinteiligen Getreideschlägen mindert das Nahrungs- und Brutangebot erheblich, während die Ausdehnung von Dauerkulturen und Weinbergen den Lebensraum weiter fragmentiert.
Die Zahlen deuten auf erste, lokal wirksame Erfolge zugunsten des Rötelfalken und des Spießflughuhns hin. Nach Einschätzung der Behörden reicht dies jedoch nicht aus, um eine stabile Bestandserholung der gesamten Steppenvogelgemeinschaft in der Comunitat Valenciana zu sichern. Erforderlich seien kontinuierliche Habitatpflege, eine agrarpolitische Flankierung zugunsten extensiver Strukturen und die enge Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden und Landwirten, um die offenen Agrarlandschaften als Lebensraum zu erhalten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).