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València: Für Junge bleibt Eigentum die Ausnahme – Stadtbarometer sieht Wohnen als Hauptproblem

Nur rund ein Viertel der 18- bis 35-Jährigen in València lebt im Eigentum. Laut Barómetro municipal bewerten junge Befragte den Zugang zu Wohnraum als „sehr schwierig“ und nennen Wohnen als vorrangiges Problem.

In València bleibt Eigentum für junge Menschen die Ausnahme: Laut dem jüngsten Barómetro municipal lebt nur etwa ein Viertel der 18- bis 35-Jährigen in einer eigenen Wohnung. Zugleich nennen diese Altersgruppen Wohnen als ihr vorrangiges Problem in der Stadt. Auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten junge Befragte den Zugang zu Wohnraum im Median mit 9 als „sehr schwierig“.

Die Erhebung des Ayuntamiento de València weist eine deutliche Dominanz des Mietens aus. Demnach wohnen 61,6 Prozent der jungen Befragten zur Miete. Eigentum ohne Restverbindlichkeiten geben 5,1 Prozent an, 16,5 Prozent leben in einer Wohnung mit laufender Hypothek oder Zahlungen, weitere 3,4 Prozent in einem durch Erbschaft oder Schenkung erhaltenen Objekt. In 75 Prozent der Fälle sind die jungen Menschen Haupt- oder Mitvertragsinhaber beim Mietvertrag, bei der Hypothek oder der Eigentumswohnung. Viele leben mit weiteren Personen im Haushalt, meist mit den Eltern. Trotz hoher Erwerbsbeteiligung – viele in Vollzeit und teils unbefristet – gelingt der Eigentumserwerb nur selten.

Einordnung: Die Befunde fügen sich in die Entwicklung am Wohnungsmarkt der Comunitat Valenciana und in Spanien ein. Steigende Kauf- und Mietpreise sowie ein knappes Angebot im unteren Preissegment verschärfen den Zugang für Berufsanfänger und junge Familien. Kurzzeitvermietungen gelten in innerstädtischen Lagen als zusätzlicher Druckfaktor.

Zugeschriebene Aussagen: Die Stadtverwaltung verweist auf Programme zur Ausweitung des sozialen Wohnungsbestands und auf Regulierungen touristischer Vermietungen, die den Markt entlasten sollen. Oppositionsparteien halten die Maßnahmen für unzureichend und fordern mehr Tempo beim geförderten Neubau, klare Vergabekriterien sowie zusätzlichen Mieterschutz.

Folgen: Der Befund einer hohen Erwerbsbeteiligung bei gleichzeitig geringem Eigentumsanteil erhöht den politischen Handlungsdruck. In den Mittelpunkt rücken zielgenaue Förderinstrumente für unter 35-Jährige, die Aktivierung von Bauland für leistbaren Wohnraum sowie eine wirksamere Kontrolle touristischer Nutzungen in Wohngebieten. Wie stark solche Eingriffe Preise und Verfügbarkeit tatsächlich beeinflussen, ist offen und hängt von Umfang, Ausgestaltung und Marktreaktionen ab.

Tatsachen, Zuschreibungen, Prognosen: Die genannten Quoten und Bewertungen entstammen dem Barómetro municipal des Ayuntamiento de València. Politische Bewertungen und angekündigte Maßnahmen sind den jeweiligen Akteuren zuzurechnen. Aussagen zur künftigen Preis- und Angebotsentwicklung sind Prognosen. Über die Ergebnisse berichteten lokale und nationale Medien, darunter elDiario.es und El País.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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