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Valencia billigt umstrittenes Benimaclet-Bauprojekt mit 1.345 Wohnungen

Der Stadtrat von Valencia hat am 23. Oktober 2026 den städtebaulichen Plan für Benimaclet mit den Stimmen von Partido Popular und Vox beschlossen. Anwohnergruppen und die Opposition protestierten.

Der Stadtrat von Valencia hat am 23. Oktober 2026 den sogenannten PAI für Benimaclet beschlossen. Die Mehrheit aus Partido Popular und Vox stimmte in einem außerordentlichen Plenum dafür; PSPV-PSOE und Compromís lehnten ab. Laut Ayuntamiento de Valencia ermöglicht der Plan die Entwicklung von Flächen für insgesamt 1.345 Wohnungen. Mehr als 700 Einheiten sollen demnach preisgebunden oder öffentlich gefördert sein; zudem sind neue Freiräume und Gemeinbedarfsflächen vorgesehen.

Der PAI (Programa de Actuación Integrada) ist in der Region Valencia das zentrale Instrument zur integrierten Stadtentwicklung. Das nun beschlossene Vorhaben betrifft ein großes Areal am Rand des Stadtteils Benimaclet. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden die Planungsunterlagen im Verfahren überarbeitet und juristische Auflagen berücksichtigt. In den Unterlagen wird Metrovacesa als bedeutende Grundstückseigentümerin genannt; die Verwaltung setzt jedoch auf die Durchführung über die bestehende Vereinigung der Eigentümer und nicht auf eine indirekte Verwaltung durch das Unternehmen.

Vor dem Rathaus protestierten Vertreter der Asociación Vecinal de Benimaclet und weitere Initiativen. Sie kritisierten insbesondere die vorgesehene Bebauungsdichte, die Anbindung an die umliegenden Felder sowie die verkehrliche Erschließung. Die Ratsmehrheit verteidigte den Beschluss als Schritt zur Entspannung des Wohnungsmarkts und zur Schaffung zusätzlicher öffentlicher Flächen. Oppositionspolitiker warfen PP und Vox vor, wesentliche Einwände aus der Beteiligung nicht ausreichend gewürdigt zu haben.

Der Beschluss markiert einen neuen Abschnitt in einem seit Jahrzehnten umkämpften Projekt. Frühere Planungsansätze für Benimaclet waren Gegenstand politischer Debatten und einzelner gerichtlicher Entscheidungen. Mit der nun verabschiedeten Fassung schafft der Stadtrat die rechtliche Grundlage, damit nachgelagerte Verfahrensschritte wie Detailplanung, Vergabe und Erschließung konkretisiert werden können. Zugleich bleibt der Konflikt mit Teilen der Zivilgesellschaft bestehen. Sollte es zu neuen Rechtsmitteln oder formellen Rügen kommen, könnte die Umsetzung verzögert werden. Die Stadtverwaltung verweist dagegen auf den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum und betont, dass die gesetzlichen Beteiligungs- und Umweltprüfungen eingehalten wurden.

Die Auseinandersetzung um Benimaclet bündelt zwei Interessenlagen: das Ziel, zusätzlichen Wohnraum in städtischer Lage bereitzustellen, und den Anspruch lokaler Gruppen, landschaftliche Übergänge zu bewahren und Belastungen durch Verkehr zu begrenzen. Wie die Balance am Ende ausfällt, entscheidet sich in den nächsten Planungsschritten und möglichen rechtlichen Überprüfungen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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