Der sozialistische PSPV hat am 6. Oktober in Valencia Angaben aus dem Ayuntamiento veröffentlicht, wonach 3.231 Eigentümer in der Stadt jeweils mehr als fünf Wohnungen halten. Davon sind 901 juristische Personen, also Unternehmen oder Gesellschaften. Der Anteil der Firmen an diesen Mehrfacheigentümern liegt damit bei rund 27 Prozent. Der PSPV beruft sich auf städtische Daten und fordert zusätzliche Auskünfte zur genauen Zahl der Wohnungen, die zu diesen 3.231 Eigentümern gehören, sowie zu möglichem Leerstand.
Der Sprecher der Sozialisten im Rathaus, Borja Sanjuan, kündigte weitere parlamentarische Anfragen an, um die Bestände präziser zu beziffern. Nach Darstellung des PSPV ist der Anteil juristischer Personen unter den Eigentümern mit mehr als fünf Wohnungen in den vergangenen Jahren gestiegen. Vollständige Serien, die Entwicklung und die Verteilung innerhalb der Gruppe liegen jedoch bislang nicht vor.
Das Ayuntamiento verweist darauf, dass nur etwa ein Prozent aller Eigentümer in Valencia mehr als fünf Wohnungen besitzt. Nach Daten des Instituto Nacional de Estadística gibt es in der Stadt 414.988 Wohnungen, die sich auf 327.122 Eigentümer verteilen. Wie viele Einheiten die 3.231 Mehrfacheigentümer zusammen halten, geht aus den bislang vorliegenden Auskünften nicht hervor. Der genaue Umfang des Leerstands in dieser Gruppe ist ebenfalls offen.
Die Debatte ist politisch aufgeladen, weil die Generalitat Valenciana leerstehende Wohnungen großer Eigentümer – in Spanien als grandes tenedores bezeichnet – mit einer speziellen Abgabe belegt. Nach jüngsten Berichten nimmt die Autonomieregierung daraus rund 2,5 Millionen Euro ein. Die genaue Definition großer Eigentümer und die Meldepflichten für leerstehende Einheiten sind in regionalen Regelungen festgelegt.
Die Sozialisten argumentieren, ein hoher Anteil großer Bestände in Unternehmenshand könne den Mietmarkt beeinflussen. Konkrete Folgerungen oder Maßnahmen leiten sie daraus vorerst nicht ab; zunächst sollen die Datengrundlagen präzisiert werden. Das Rathaus betont seinerseits, die Register würden laufend aktualisiert. Streitpunkt bleibt, ob zusätzliche kommunale oder regionale Instrumente nötig sind, um leerstehenden Bestand aus großen Portfolios schneller in den Markt zu bringen.
Unstrittig ist, dass die jetzt öffentlich gemachten Zahlen den Informationsstand verbessern, aber keine abschließende Bewertung erlauben. Weitere Klarstellungen zu Bestandsgrößen innerhalb der Gruppe der 3.231 Eigentümer und zur Zahl tatsächlich leerstehender Wohnungen stehen aus.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).