Kantabrien

Valdecilla beschafft zwei neue Exoskelette für die Neurorehabilitation

Das Universitätskrankenhaus Marqués de Valdecilla in Santander hat am 26. September zwei weitere robotische Exoskelette zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit neurologischen Verletzungen eingeführt.

Das Hospital Universitario Marqués de Valdecilla in Santander hat am 26. September zwei zusätzliche robotische Exoskelette in seine Neurorehabilitation aufgenommen. Nach Angaben der Klinik sollen die Geräte die Wiedererlangung von Geh- und Armfunktionen bei Patientinnen und Patienten mit Hirnschädigungen, Schlaganfällen und Rückenmarksverletzungen unterstützen. Das Vorhaben wurde am Donnerstag von der Klinik bestätigt und von Europa Press berichtet.

Die neuen Exoskelette ergänzen bestehende robotische Therapien im Rehabilitationsdienst von Valdecilla. Bereits 2024 hatte Cantabria nach Klinikangaben ein erstes Exoskelett für neurologische Patientinnen und Patienten eingeführt; zudem kommt in Santander ein Lokomat-System für die Gangtherapie zum Einsatz. Die jetzt erfolgte Erweiterung ist Teil einer fortlaufenden Modernisierung des Rehabilitationsangebots, die der Servicio Cántabro de Salud in seinen Beschaffungsplanungen vorgesehen hat.

Die Klinik beschreibt die Exoskelette als Ergänzung zur konventionellen Physiotherapie. Sie erlauben standardisierte, wiederholbare Bewegungsabläufe, die intensive Trainingseinheiten und frühe Mobilisation erleichtern. Ziel ist es, neuroplastische Prozesse anzuregen und funktionelle Fähigkeiten schneller zurückzugewinnen. Konkrete Angaben zu den Modellbezeichnungen, Anschaffungskosten, zur Zahl der voraussichtlich behandelten Personen oder zu Kapazitätseffekten hat Valdecilla zum jetzigen Zeitpunkt nicht veröffentlicht.

Fachliche Bewertungen zur Wirksamkeit robotischer Systeme in der Neurorehabilitation variieren je nach Indikation und Gerätetyp. Systematische Übersichten verweisen auf kurzfristige Zugewinne bei Gangparametern und Ausdauer in ausgewählten Patientengruppen, während der langfristige Nutzen und die Übertragbarkeit in den Alltag individuell geprüft werden müssen. Die jetzt gemeldete Beschaffung belegt den institutionellen Einsatz der Technik in Cantabria; sie ersetzt keine Ergebnisdaten aus klinischen Studien.

Für die Versorgung in der Region erwartet die Klinik eine Ausweitung des Angebots technologiegestützter Rehabilitation, ohne dass dafür Verlegungen in andere autonome Gemeinschaften nötig wären. Ob und in welchem Umfang die neuen Exoskelette Wartelisten abbauen oder Therapiezeiten verkürzen, bleibt vorerst offen und hängt von Personal, Indikationsstellung und Einbindung in bestehende Therapieprotokolle ab.

Mit der Beschaffung unterstreicht Valdecilla seine Rolle als regionales Zentrum für Neurorehabilitation und setzt die kontinuierliche Erneuerung seiner technischen Ausstattung fort.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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