Die Agencia Vasca del Agua (URA) hat am 12. August 2026 die Ausschreibung für Hochwasserschutzarbeiten am Río Cadagua in Sodupe (Gemeinde Güeñes, Bizkaia) veröffentlicht. Geplant sind der Ersatz des bestehenden puente Galarraga durch eine Einfeldbrücke ohne Stützen im Flussbett sowie der Rückbau eines Teils des azud de la Conchita, sodass an der Basis eine 23 Meter breite Öffnung verbleibt. Das veranschlagte Budget beträgt 5.212.663,18 Euro einschließlich Mehrwertsteuer; die Ausführung ist auf 15 Monate angelegt. Angebote können bis zum 15. September 2026 eingereicht werden.
Begründung und Zielsetzung: Laut URA zeigen hydraulische Untersuchungen, dass sowohl der Brückenüberbau als auch das Wehr zu erhöhten Wasserständen beitragen und die Abflusskapazität insbesondere im Bereich der Einmündung des Río Herrerías begrenzen. Das Projekt zielt auf den Schutz gegen ein Hochwasser mit einer statistischen Wiederkehrzeit von 50 Jahren und folgt damit den Vorgaben des aktuellen Hochwasserrisikoplans der Demarkation. Zudem sollen Beeinträchtigungen der benachbarten Bahninfrastruktur von Adif vermieden und die Durchgängigkeit für Fische, Sedimente und Treibgut verbessert werden.
Technische Eckpunkte: Das azud de la Conchita war ursprünglich 3,59 Meter hoch und an der Basis 1,50 Meter breit. Bereits 2023 wurde es partiell geöffnet, um die ökologische Kontinuität zu verbessern; die nun vorgesehene Erweiterung auf 23 Meter an der Basis soll die Abflussleistung deutlich erhöhen. Der bestehende puente Galarraga (rund 30 Meter lang, dreibogig) wird durch eine neue Konstruktion mit Stahlbogen und Hohlkastenträgern ersetzt. Durch den Verzicht auf Pfeiler im Gerinne verringern sich Anstau- und Verklausungsrisiken bei Hochwasser.
Ablauf und Auswirkungen: Die URA führt das Verfahren; die Vergabe und die Bauausführung obliegen den beauftragten Unternehmen. Während der Arbeiten sind Eingriffe in Uferbereiche und temporäre Verkehrsbeschränkungen zu erwarten. Die Agencia Vasca del Agua kündigt begleitende Maßnahmen zur Lärmminderung, zur Sicherung von Zufahrten und zum Schutz angrenzender Infrastrukturen an. Aussagen zu einem Fertigstellungstermin über die genannten Ausführungsfristen hinaus gelten als Prognosen; verbindliche Termine werden erst mit dem Zuschlag festgelegt.
Einordnung: Das Vorhaben ist Teil fortlaufender Maßnahmen zur Verringerung des Überschwemmungsrisikos im Einzugsgebiet des Río Cadagua. Neben dem Kapazitätsgewinn im Abflussquerschnitt sollen ökologische und betriebliche Belange – von der Fischwanderung bis zur Stabilität naher Verkehrsanlagen – in einem integrierten Ansatz berücksichtigt werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).