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Unwetter in Katalonien fordert zwei Tote und einen Vermissten

Ein außergewöhnlich heftiges Regenereignis hat in Katalonien zwei Menschen das Leben gekostet. Die Behörden aktivierten den Hochwasser-Notfallplan INUNCAT und warnten per ES-Alert vor schweren Überschwemmungen.

Ein außergewöhnlich heftiges Regen- und Gewitterereignis hat am 3. und 4. Oktober Katalonien schwer getroffen. Nach Angaben der Einsatzkräfte kamen mindestens zwei Menschen ums Leben; eine weitere Person wird vermisst. Die Todesopfer wurden in Tordera und in Montornès del Vallès geborgen. In Pineda de Mar suchen Rettungskräfte weiterhin nach einer vermissten Person. Die Generalitat de Catalunya aktivierte den Hochwasser-Notfallplan INUNCAT in der Stufe Notfall (emergència) und verschickte ES-Alert-Warnmeldungen an betroffene Küsten- und Vorküstenbezirke.

Protecció Civil begründete die weitreichenden Mobilitätsbeschränkungen mit extremen Niederschlägen, die lokal innerhalb weniger Stunden mehrere Hundert Liter pro Quadratmeter erreichten. Der Servei Meteorològic de Catalunya (Meteocat) und die staatliche Wetteragentur AEMET stuften für Teile der Provinzen Barcelona und Girona die Warnlage auf Rot. Meteocat meldete an mehreren Stationen Tagesmengen von über 200 Millimetern. Der Notruf 112 registrierte tausende Anrufe. In Krankenhäusern wie Vall d’Hebron in Barcelona und im Hospital de Granollers kam es zeitweise zu Beeinträchtigungen einzelner Bereiche durch Wassereinbrüche, die Versorgung blieb laut Behörden gesichert.

Fachleute beschrieben die Lage als außergewöhnlich: Ein sehr feuchter Zustrom aus dem aufgeheizten Mittelmeer traf auf kältere Luft in der Höhe. Daraus entwickelten sich langlebige, stationäre Gewitterzellen und ein kleinräumiger Wirbel, der die Niederschläge kanalisiert und verstärkt haben dürfte. In Medien und von einzelnen Meteorologen wurde die Struktur teils als mediterraner Minizyklon oder als wettermäßig „tropisch“ anmutend charakterisiert. Behörden und Wissenschaftler betonen zugleich, dass belastbare Zuschreibungen einzelner Ereignisse zum Klimawandel erst nach detaillierten Analysen möglich sind, auch wenn ein wärmeres Meer grundsätzlich heftigere Starkregenlagen begünstigt.

Am Sonntag hob die Regierung nach Abklingen der heftigsten Niederschläge die letzten Verkehrsbeschränkungen schrittweise auf und riet zu äußerster Vorsicht an überflutungsgefährdeten Stellen, Flussläufen und Unterführungen. Schwerpunkte der Schäden sind laut ersten Lagemeldungen überschwemmte Straßen, unterspülte Fahrbahnen, Wasserschäden in öffentlichen Gebäuden sowie Ausfälle in der lokalen Strom- und Telefoninfrastruktur. Die Rettungs- und Sicherungskräfte setzen ihre Sucheinsätze und Gefahrenbeseitigungen fort. Zur Höhe der Sachschäden lagen bis zum Abend keine belastbaren Summen vor. Weitere Angaben zu Todesursachen oder zusätzlichen Vermissten machten die Behörden zunächst nicht. Die Generalitat kündigte eine systematische Schadensaufnahme und priorisierte Instandsetzungen an kritischer Infrastruktur an.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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