Die Universitat Autònoma de Barcelona hat am 16. Oktober 2026 das Departament d’Interior der Generalitat de Catalunya gebeten, Maßnahmen zu prüfen, damit der rechtsextreme Aktivist Vito Quiles am Montag, dem 19. Oktober 2026, nicht auf dem Campus Bellaterra erscheint. Die Hochschule erklärte, es liege keine Genehmigung für einen Auftritt vor. Sie wolle die Instrumentalisierung des Campus verhindern und Risiken für die Universitätsgemeinschaft minimieren.
Anlass der Bitte sind jüngste Auseinandersetzungen in Pamplona, nachdem Quiles dort am 15. Oktober 2026 einen Auftritt angekündigt hatte. Nach Medienberichten kam es zu Protesten und Polizeieinsätzen, die in Festnahmen mündeten. Zudem erinnert die Universität an den 16. Oktober 2025: Damals war Quiles ohne Erlaubnis auf dem Gelände, woraufhin es zu Störungen kam und die Mossos d’Esquadra einschreiten mussten.
Die UAB betont, dass sie für Veranstaltungen auf dem Campus eigene Zulassungs- und Sicherheitsregeln hat. Zugleich gilt außerhalb universitärer Gebäude das Versammlungsrecht. Das Departament d’Interior verwies nach Angaben aus Sicherheitskreisen darauf, dass rechtliche und operative Optionen geprüft würden. Üblicherweise stimmen Universität, Mossos d’Esquadra und kommunale Stellen gemeinsam Zugangsbeschränkungen, Präsenzkonzepte und mögliche Sperrbereiche ab, um die Sicherheit auf dem Campusgelände zu gewährleisten.
Quiles hatte in sozialen Netzwerken angekündigt, am Montag in Bellaterra zu erscheinen. Die Universität stellt klar, dass sie mangels Antrag keine Räumlichkeiten genehmigen wird. Ob und in welcher Form die Polizei die Präsenz einer einzelnen Person unterbinden kann, hängt von Lageeinschätzungen vor Ort ab, etwa ob konkrete Gefährdungen der öffentlichen Ordnung oder der Sicherheit der Universität belegt sind.
Mit der Bitte an das Departament d’Interior will die Universitat Autònoma de Barcelona nach eigener Darstellung präventiv handeln, um eine Wiederholung der Vorfälle aus Pamplona und vom Vorjahr zu vermeiden. Die Entscheidung rückt erneut die Frage in den Vordergrund, wie Hochschulen ihre Autonomie und den Schutz des Lehrbetriebs wahren, während gleichzeitig die Meinungs- und Versammlungsfreiheit im öffentlichen Raum gewährleistet bleibt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).