Die Universität Zaragoza hat am 17. September 2026 die Kommunikations- und Identitätskampagne Cajal X Unizar vorgestellt. Sie soll das wissenschaftliche Vermächtnis des Neuroanatomie-Pioniers und Nobelpreisträgers Santiago Ramón y Cajal als verbindendes Motiv der Hochschule verankern und so Tradition, aktuelle Forschung, Lehre und Zukunftsziele sichtbarer miteinander verknüpfen.
Die Präsentation auf dem Campus führten Rektorin Rosa Bolea und die Vizerektorin für Kommunikation und institutionelle Identität, Carmen Marta Lazo, durch. Nach Angaben der Hochschulleitung richtet sich die Kampagne explizit an eine breite Öffentlichkeit, besonders aber an jüngere Zielgruppen. Geplant sind Plakate auf dem Campus, digitale Motive, audiovisuelle Beiträge und Aktivitäten in sozialen Medien. Ein vorausgehender Teaser mit der Formel Eine Universität von Nobel hatte auf den Start hingewiesen.
Inhaltlich setzt die Kampagne auf eine zeitgemäße visuelle Neuinterpretation Cajals: Bildmotive kombinieren Porträts mit prägnanten Zitaten aus seinem Werk. Die Universität betont, sie wolle damit keine reine Traditionspflege betreiben, sondern historische Identität mit aktuellen strategischen Zielen verknüpfen. Dazu zählen Forschungstransfer, internationale Sichtbarkeit und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Konkrete zusätzliche Programme, Budgets oder Laufzeiten, die unmittelbar an Cajal X Unizar gebunden sind, nannte die Hochschule bei der Vorstellung nicht.
Die Hochschulleitung weist darauf hin, dass bestehende Sammlungen und Ausstellungsräume zu Santiago Ramón y Cajal auf dem Campus als institutioneller Kontext dienen. Zugleich soll die Kampagne laufende Projekte in Forschung und Innovation stärker nach außen tragen. Medienberichten zufolge zielt die Universität zudem darauf, die Außenwirkung ihrer Forschung insgesamt zu schärfen. Angaben zu Produktionspartnern und Evaluationskriterien der Kampagne standen zum Zeitpunkt der Präsentation noch aus.
Santiago Ramón y Cajal erhielt 1906 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin und gilt als bedeutendster ehemalige Studierender und Lehrender der Universität Zaragoza. Mit Cajal X Unizar knüpft die Hochschule an dieses Erbe an, um Profil und Ambitionen im Wettbewerb der spanischen und internationalen Universitäten zu unterstreichen. Ob aus der Kommunikationsinitiative längerfristig strukturelle Maßnahmen in Forschung, Studium oder Vernetzung folgen, bleibt offen und hängt von weiteren Entscheidungen der Hochschulleitung ab.
Die Einführung von Cajal X Unizar ist ein regionaler Vorgang in Aragón, hat jedoch das Potenzial, über die interne Identitätsbildung der Universität hinaus die Sichtbarkeit der Forschung in Zaragoza zu erhöhen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).