Mehr als fünfzig Pilgerinnen und Pilger sowie rund zehn Reiter haben am 3. Oktober in Sijena (Huesca) an der fünften Romería Sijena Viva teilgenommen. Die Wallfahrt führte zum Real Monasterio de Santa María de Sijena und stellte die erneute Belebung eines historischen Abschnitts des Camino de Santiago aus der Gemeinde in den Mittelpunkt. Zugleich stand die Forderung nach einer Rückkehr klösterlichen Lebens in das frühere Priorat im Fokus.
Nach Angaben der Organisatoren verband die Romería eine etwa 17 Kilometer lange Fußstrecke ab Sariñena mit einer rund 26 Kilometer langen Route zu Pferd ab El Tormillo. Das Programm umfasste einen Gottesdienst im Kloster, gemeinsames Essen und zum Abschluss ein Konzert. Die Teilnehmerzahlen wurden im Umfeld der Veranstaltung genannt und von lokalen Medien am 4. Oktober aufgegriffen.
Tragende Kraft der Romería ist die Plattform Sijena Sí, die seit Jahren für den Schutz und die aktive Nutzung des Klosters wirbt. Sie sieht in der Wiederbelebung des Pilgerwegs ein Instrument der Heimatpflege und des Kulturtourismus sowie ein öffentlich sichtbares Signal zugunsten einer dauerhaften religiösen Präsenz in Sijena. Diese Zielsetzung ist eine Forderung der Organisatoren; behördliche Entscheidungen über eine Rückkehr von Ordensgemeinschaften liegen nicht vor.
Das Real Monasterio de Santa María de Sijena, ein 1188 gegründetes Kulturdenkmal von hohem Rang in Aragón, ist seit langem Gegenstand kultureller und juristischer Auseinandersetzungen um ausgelagerte Kunstwerke. Der Konflikt um Bestände aus dem Kloster, darunter bedeutende Wandmalereien, hat die Bedeutung des Ortes für das aragonesische Kulturerbe zusätzlich erhöht. Vor diesem Hintergrund erhält die Romería Sijena Viva lokale politische und symbolische Schlagkraft, ohne dass daraus unmittelbar Rechtsfolgen abzuleiten wären.
Aus der diesjährigen Ausgabe lassen sich keine direkten Konsequenzen für den rechtlichen Status des Klosters oder für Entscheidungen zu Kunstbeständen ableiten. Solche Schritte obliegen Gerichten und Verwaltungsbehörden. Die in Sijena geäußerten Erwartungen und Bewertungen sind den jeweiligen Initiatoren und Unterstützern zuzurechnen und von amtlichen Verfügungen zu trennen. Für die Region Huesca bleibt die Romería gleichwohl ein sichtbares Ereignis, das religiöse Tradition, Kulturerbe und touristische Impulse verbindet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).