Murcia

Tosantos: Wie Murcia seine alte Allerheiligen-Tradition vorstellt

Der Chronist von Murcia, Antonio Botías, hat am 28. Oktober 2026 lokale Bräuche zu Tosantos erläutert; historische Quellen und aktuelle Initiativen in der Huerta belegen punktuelle Wiederbelebungen.

Kurzmeldung

Am 28. Oktober 2026 hat Antonio Botías, der Cronista Oficial de Murcia, die Überlieferungen rund um Tosantos (Todos los Santos) in der Huerta von Murcia öffentlich dargestellt und ihren Bezug zur Gegenwart eingeordnet. Botías beschreibt traditionelle Rituale – etwa das Herrichten eines Zimmers mit frischer Bettwäsche, das Anzünden kleiner Öllampen (mariposas) und das Aufstellen ausgehöhlter Kürbisse mit Kerzen, die in der Gegend auch als calabazas de las ánimas bekannt waren. Diese Praktiken dienten historisch sowohl der Erinnerung an Verstorbene als auch als nächtliche, teilweise schelmische Brauchtumsäußerung der Kinder der Huerta.

Die Aussagen Botías’ beruhen nach eigenem Hinweis auf Chroniken, zeitgenössischen Berichten und mündlichen Überlieferungen; er nennt historische Erwähnungen bis ins 19. Jahrhundert. Gleichzeitig betont er, dass es sich heute nicht um eine flächendeckende Rückkehr alter Bräuche handelt, sondern um punktuelle Initiativen: lokale Kulturvereine, Schulen und einzelne Pedanías zeigen in diesem Herbst wiedervereinzelt Präsentationen, Vorträge und Inszenierungen. Als Beispiele für beobachtbare Spuren nennt er benachbarte Ortschaften wie Beniaján, Algezares und El Raal sowie das Fortbestehen von Auroros-Gruppen, die weiterhin nächtliche Gesänge auf Friedhöfen und in Kapellen pflegen.

Eine lokal verankerte Form des Tür-zu-Tür-Gangs ist die sogenannte orillica del quijal (auch als hebrica del quijal überliefert): Kinder zogen einst singend durch die Huerta und forderten Früchte und kleine Gaben, eine Praxis, die von regionalen Medien und kommunalen Programmen in den letzten Tagen als historisches Vorbild zum modernen „truco o trato“ hervorgehoben wurde. Tourismus- und Kulturseiten der Region sowie Berichte lokaler Medien belegen die Existenz dieser Traditionen und laufende Initiativen zur Vermittlung immateriellen Kulturerbes.

Schlussfolgerung: Die Darstellung Botías’ ist in ihrer historischen Beschreibungsabsicht belegbar und regional verortet. Sie rechtfertigt eine berichtende Erinnerung an Tosantos und an lokale Formen des Brauchtums, macht aber klar, dass es sich um punktuelle, vermittelte Wiederbelebungen und nicht um eine generelle Rückkehr zu historischen Alltagspraktiken handelt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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