Asturien

Tomé fordert in Asturien Eingriffe gegen Wohnungsspekulation und Stopp privater Unis

In der Debatte über die politische Ausrichtung in Oviedo verlangte die Abgeordnete Covadonga Tomé Mietmaßnahmen und das Aussetzen neuer Genehmigungen für private Hochschulen.

Oviedo, 23. September 2026 — Die Abgeordnete Covadonga Tomé aus dem Grupo Mixto hat in der Debatte über die politische Ausrichtung der Junta General del Principado de Asturias staatliches Eingreifen gegen Immobilien­spekulation und das sofortige Aussetzen von Genehmigungen für private Hochschulen gefordert. In Richtung des regionalen Regierungschefs Adrián Barbón begründete sie dies mit steigenden Mieten, niedrigen Löhnen und wachsender sozialer Unzufriedenheit.

Tomé verlangte in ihrer Rede klare regulatorische Maßnahmen auf dem Wohnungsmarkt und einen beschleunigten Ausbau öffentlich geförderten Wohnraums in Asturien. Sie warf der Landesregierung vor, beim Schutz von Mieterinnen und Mietern zu zögerlich zu agieren und forderte eine Kurskorrektur. Nach ihrer Darstellung drohe die soziale Polarisierung zuzunehmen, wenn die Politik auf Verwerfungen am Wohnungsmarkt nicht entschlossen reagiere.

Besonders scharf kritisierte Tomé die angekündigte Ansiedlung privater Universitäten in Asturien. Sie sprach von unzureichend geprüften Verfahren und warnte vor möglichen Folgen für Studiengebühren, Bildungszugang und die lokale Wohnraumsituation in Universitätsstädten. Die Abgeordnete forderte, laufende Verfahren auszusetzen und eine breite politische Debatte über Ziel, Bedarf und Auflagen für private Anbieter zu führen. Bereits im Juli hatte sie gegen die geplante Universidad Europea de Asturias einen Rechtsbehelf eingereicht.

Mit Blick auf die politische Auseinandersetzung im Land betonte Tomé, Appelle gegen Rechtsextremismus reichten ohne greifbare soziale Maßnahmen nicht aus. Entscheidend sei, wirtschaftliche und soziale Unsicherheit durch konkrete Entscheidungen der Regionalregierung zu verringern. Dazu zählten aus ihrer Sicht Investitionen in bezahlbares Wohnen, klare Leitplanken für Vermietungen und ein geordnetes Verfahren zur Hochschulplanung, das dem öffentlichen Interesse Vorrang einräume.

Tomé verwies zudem auf weitere asturische Themen, darunter die Untersuchung des Grubenunglücks von Cerredo vom 31. März 2025 und aktuelle Infrastrukturprojekte wie ein geplantes Rechenzentrum in Salas. Diese Vorhaben müssten nach ihrer Auffassung transparenter begründet und im Parlament enger begleitet werden.

Die Forderungen der Abgeordneten werden in den kommenden Sitzungen der Junta General weiter beraten. Stellungnahmen der Regionalregierung zu den von Tomé erhobenen Vorwürfen und Anträgen lagen zunächst nicht umfassend vor. In der laufenden Generaldebatte hatten zuvor mehrere Fraktionen Leitlinien für Wirtschaft, Soziales und Hochschulpolitik umrissen; Verbände wie Somos Asturies hatten bereits im August vor möglichen Effekten privater Universitäten auf den Wohnungsmarkt gewarnt.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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