Balearen

Tierschützer zeigen Geflügelfarm in Manacor an – Regierung schickt Inspektoren

Am 20. Oktober 2026 haben ARDE und Satya Animal eine Geflügelfarm in Mirabò (Manacor) angezeigt; die Balearen-Regierung entsandte noch am selben Tag Inspektoren.

Am 20. Oktober 2026 haben die Tierschutzorganisationen ARDE und Satya Animal bei der Staatsanwaltschaft der Balearen und bei der Conselleria d’Agricultura eine Anzeige gegen eine Geflügelfarm in Mirabò (Gemeinde Manacor, Mallorca) eingereicht. Den Medien vorgelegte Aufnahmen, die nach Angaben der Verbände am 11. und 13. Juli 2026 entstanden, zeigen laut ihrer Schilderung tote und verletzte Hühner in Kontakt mit lebenden Tieren, starke Verschmutzung, Kakerlaken- und Milbenbefall sowie Eier mit sichtbaren Parasiten. Die Vereinigungen verlangen Ermittlungen wegen mutmaßlicher Tierquälerei und Gesundheitsgefährdung und fordern, betroffene Eier aus dem Handel zu nehmen.

Die balearische Conselleria d’Agricultura, Pesca i Medi Natural entsandte am 20. Oktober 2026 Inspektoren zur Begehung der Anlage. Nach Berichten regionaler Medien erklärte der zuständige Conseller Joan Simonet, einer der Ställe sei von Salmonella betroffen gewesen; die dort produzierten Eier seien zur Verarbeitung zu flüssigem Ei bestimmt gewesen. Über Ergebnisse der aktuellen Kontrolle lagen bis zur Veröffentlichung keine amtlichen Befunde vor.

Die Betreiberfirma, die unter den Namen Avícola Ballester und Avícola Son Perot auftritt, bestreitet, dass die gezeigten Sequenzen der angezeigten Farm zuzuordnen sind, und spricht von einer organisierten Kampagne gegen das Unternehmen. Nach Medienangaben teilte die Firma mit, der betroffene Stall sei derzeit leer und befinde sich im üblichen Reinigungs- und Leerstandverfahren. Zudem kündigte sie rechtliche Schritte gegen die Urheber der Vorwürfe an.

Die nun eingereichte Anzeige reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorwürfe gegen Standorte derselben Unternehmensgruppe auf Mallorca ein, die in der Vergangenheit behördliche Prüfungen und teils disziplinarische Verfahren nach sich zogen. ARDE und Satya Animal verweisen auf frühere Sanktionen und geben an, veterinärmedizinische Stellungnahmen den aktuellen Anzeigen beigefügt zu haben. Unabhängige Bestätigungen der einzelnen Vorwürfe stehen noch aus.

Faktisch feststeht: Die Anzeige datiert vom 20. Oktober 2026; die von den Verbänden präsentierten Bilder stammen aus dem Juli 2026; die Conselleria veranlasste am 20. Oktober eine Inspektion. Ob daraus straf- oder verwaltungsrechtliche Schritte folgen, hängt von den laufenden Untersuchungen, möglichen Laboranalysen und den amtlichen Kontrollberichten ab. Für Behörden und Verbraucher sind zwei Punkte zentral: die eindeutige Zuordnung der Aufnahmen zur Mirabò-Anlage und die Bewertung etwaiger hygienischer Risiken entlang der Lieferkette. Bis zum Vorliegen der Befunde bleibt die Beweislage offen; Aussagen von Verbänden und Unternehmen sind als Positionen der jeweiligen Seiten zu werten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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