Navarra

TerritorioCOOP in Pamplona öffnet: Navarras Agrargenossenschaften zeigen ihre Produkte

In Pamplona hat am Samstag die zweite TerritorioCOOP begonnen. Vertreter der Regionalregierung und des Genossenschaftssektors betonten die Rolle der Agrargenossenschaften und verwiesen auf das Programm MEICAN 2025-2027.

Pamplona (Navarra) – In der ehemaligen Busstation Geltoki hat am Samstag, 26. September 2026, die zweite Ausgabe von TerritorioCOOP begonnen. Die Messe stellt Erzeugnisse navarrischer Agrargenossenschaften vor und erklärt der Öffentlichkeit, was das cooperativismo agrario in Landwirtschaft und Viehzucht der Comunidad Foral leistet. Besucherinnen und Besucher konnten sich über Anbau, Verarbeitung und Direktvermarktung informieren und regionale Produkte verkosten.

Die Eröffnung nahmen Esther Burgui als Präsidentin der Unión de Cooperativas Agroalimentarias de Navarra sowie Ignacio Terés von Caja Rural de Navarra vor. Aus der Regionalregierung waren Carmen Maeztu, Ministerin für Soziale Rechte, Soziale Ökonomie und Beschäftigung, und der Landwirtschaftsminister José María Aierdi anwesend. Aierdi hob die lange Verwurzelung der genossenschaftlichen Strukturen in Navarra hervor und warb für verlässliche Unterstützung, damit Genossenschaften ein nachhaltiges, familiengeführtes Produktionsmodell sichern und gut auf die anstehenden Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik 2028–2034 vorbereitet sind.

Maeztu verwies auf das im April aktualisierte Rahmenwerk MEICAN 2025-2027 zur Integration und Stärkung der Agrargenossenschaften. Ziel seien unter anderem bessere Rentabilität, stabile und qualitätsorientierte Beschäftigung sowie mehr Gleichstellung im Sektor. Ausstellerinnen und Aussteller betonten, Genossenschaften hielten Wertschöpfung in den Gemeinden, stabilisierten Einkommen in ländlichen Räumen und ermöglichten Investitionen in Verarbeitung und Vermarktung, die einzelne Betriebe allein nicht stemmen könnten.

TerritorioCOOP verbindet Marktstände und Vorführungen mit Informationsangeboten zum Genossenschaftsmodell. Nach Angaben der Veranstalter soll die Messe Transparenz über Produktionswege schaffen und das Gespräch zwischen Verwaltung, Verbänden und Produzierenden erleichtern. Der Schwerpunkt liegt auf regionalen Wertschöpfungsketten – von Wein, Getreide und Gemüse bis zu Milchprodukten und Olivenöl. Neben dem Direktverkauf werden Arbeitsweisen und Qualitätsstandards erläutert, etwa zu Sortenwahl, Boden- und Wassermanagement oder Kooperationen innerhalb der Lieferkette.

Beobachter ordnen die Veranstaltung in eine breitere Debatte über Wettbewerbsfähigkeit und Klimaanpassung der europäischen Landwirtschaft ein. Für Navarra steht dabei die Frage im Raum, wie Genossenschaften im Zusammenspiel mit der Regionalregierung Investitionen, Vermarktung und Ausbildung bündeln können, um kleinere und mittlere Betriebe zu halten. TerritorioCOOP ist zugleich Schaufenster und Testfeld: Es richtet sich ausdrücklich an ein Publikum aus Pamplona und dem Umland, das die Produkte kennt, aber selten Einblick in ihre Entstehung erhält.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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