Eine Woche nach dem Beschuss zweier Zivilgardisten in Terrassa ist die Zahl der Festnahmen auf sechs gestiegen. Ermittler der Mossos d'Esquadra und der Guardia Civil teilten am 9. Oktober mit, zwei weitere Verdächtige – ein Erwachsener und ein Minderjähriger – seien in der Gegend von Granollers festgenommen worden oder nach vorliegenden Haftbefehlen in Polizeidienststellen erschienen.
Der Angriff hatte sich am 1. Oktober 2026 gegen 22:30 Uhr im Stadtteil Can Parellada in Terrassa (Provinz Barcelona) ereignet. Nach Angaben der Behörden wurden die beiden verdeckt operierenden Beamten der Guardia Civil bei einer Verfolgung aus einem Fahrzeug heraus beschossen. Beide kamen ins Krankenhaus und befanden sich kurz darauf außer Lebensgefahr.
Die Untersuchung führt eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der Mossos d'Esquadra und der Guardia Civil. Bereits am 6. Oktober ordnete das Untersuchungsgericht in Terrassa für drei der ersten Festgenommenen Untersuchungshaft an. In den Tagen danach kamen weitere Verdächtige hinzu. Mit den am 9. Oktober gemeldeten Zugriffen beziehungsweise Selbststellungen erhöht sich die Zahl der Beschuldigten im Fall auf sechs.
Zu den mutmaßlichen Rollen der Festgenommenen und zu einem möglichen Tatmotiv machten Polizei und Staatsanwaltschaft bislang keine detaillierten Angaben. Kriminaltechnische Auswertungen, Auskünfte zu ballistischen Spuren und die Zuordnung individueller Tatbeiträge dauern an. Ermittler prüfen zudem mögliche Hintergründe organisierter Kriminalität, ohne bisher eine konkrete Bande zu benennen.
Die Stadtverwaltung von Terrassa verurteilte den Angriff unmittelbar nach der Tat und sprach den verletzten Einsatzkräften ihre Unterstützung aus. Aus Sicherheitskreisen heißt es, vorrangig seien nun die vollständige Rekonstruktion des Ablaufs, die Abgrenzung der Verantwortlichkeiten sowie die Prüfung etwaiger Netzwerke hinter ähnlichen Überfällen. Ob und wann Anklagen erhoben werden, hängt von den weiteren Ermittlungsergebnissen und den nächsten Beschlüssen des Untersuchungsgerichts ab.
Die aktuellen Angaben zur Zahl der Festnahmen stützen sich auf Mitteilungen der beteiligten Polizeibehörden sowie auf übereinstimmende Berichte mehrerer regionaler Nachrichtenmedien. Eine abweichende Zahl aus einzelnen Medienberichten wurde von den Ermittlern am 9. Oktober nicht bestätigt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).