Umwelt

Tajo-Stauseen sinken auf 52,6 Prozent, Guadiana hält 71,8 Prozent

Wöchentliche Miteco-Daten: Tajo verliert 106 hm³ und fällt auf 52,6 Prozent, Guadiana minus 16 hm³ bei 71,8 Prozent. Spaniens Gesamtreserve liegt bei 57,2 Prozent.

Die Wasserreserven in Spaniens großen Westbecken bewegen sich in dieser Woche unterschiedlich: Nach der jüngsten Wochenbilanz des Ministeriums für den ökologischen Übergang und den demografischen Wandel (MITECO) sinken die Speicherstände der Tajo-Stauseen auf 52,6 Prozent ihrer Gesamtkapazität, während die des Guadiana mit 71,8 Prozent deutlich darüber bleiben. Binnen einer Woche verloren die Tajo-Becken 106 hm³, die des Guadiana 16 hm³. Die Zahlen gehen aus dem aktuellen Boletín Hidrológico hervor und wurden von Europa Press aufgegriffen.

In absoluten Werten meldet MITECO für das Tajo-Einzugsgebiet rund 5.817 hm³ gespeichertes Wasser, für das Guadiana-Einzugsgebiet etwa 6.849 hm³. Im Jahresvergleich liegt der Tajo damit unter dem Vorjahresstand von 57,8 Prozent, bleibt jedoch klar über seinem Zehnjahresmittel von 45,4 Prozent. Der Guadiana übertrifft sowohl den Vorjahreswert von 57,7 Prozent als auch deutlich seinen Zehnjahresdurchschnitt von 38,2 Prozent.

Auf nationaler Ebene beziffert das Ministerium die gesamte Wasserreserve Spaniens auf 32.062 hm³; das entspricht 57,2 Prozent der nutzbaren Kapazität. Gegenüber der Vorwoche sind dies minus 352 hm³. MITECO verweist auf regional ungleich verteilte Niederschläge, die die Entwicklung der Pegelstände je nach Einzugsgebiet unterschiedlich beeinflussen.

Die Wochenberichte stützen sich auf Messungen der staatlichen und regionalen Wasserbehörden und dienen als Entscheidungsgrundlage für die Wasserbewirtschaftung. Dazu zählen Planungen für die landwirtschaftliche Bewässerung, die öffentliche Versorgung und die Stromerzeugung aus Wasserkraft. Trotz der zuletzt rückläufigen Tajo-Reserven liegen viele Becken 2026 über ihren jeweiligen Zehnjahresmitteln. Das reduziert das Risiko kurzfristiger Engpässe, schließt sie aber nicht aus, da Verbrauch, Zuflüsse und Witterung kurzfristig stark schwanken können.

Konkrete neue Maßnahmen oder Beschränkungen hat das Ministerium nicht angekündigt. Die Behörden in betroffenen Regionen beobachten insbesondere die nächsten Niederschlagsfolgen und die Entwicklung der Abgaben aus den Speichern. Grundlage der weiteren Bewertung bleibt der wöchentliche Boletín Hidrológico von MITECO, der die Lage in den Einzugsgebieten Tajo und Guadiana sowie in den übrigen spanischen Becken fortlaufend aktualisiert.

Die aktuellen Angaben beziehen sich auf die in der laufenden Kalenderwoche erhobenen Daten und bilden damit den jüngsten verfügbaren Stand ab. Spanien bleibt damit insgesamt in einer komfortableren Lage als im Vorjahr, allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden, die für die Wasserpolitik weiter maßgeblich sind.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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