Sechs Tage nach dem Verschwinden des zwölfjährigen Rami aus Granollers setzen die Einsatzkräfte ihre Suche fort und haben den Radius bis in Teile der Metropolregion Barcelona erweitert. Nach Angaben der Einsatzleitung wurden neue Sektoren im Norden, Süden und Osten von Granollers sowie angrenzende Gemeinden aufgenommen. Bestätigte Ergebnisse liegen bislang nicht vor.
Die Behörden in Katalonien koordinieren eine groß angelegte Operation mit Spezialteams. Zum Einsatz kommen Drohnen, ein Hubschrauber, Mantrailer-Hunde und Taucher für Bereiche, die durch das Unwetter der vergangenen Tage überflutet wurden. An den Suchmaßnahmen beteiligen sich neben den Bombers de la Generalitat auch die Mossos d’Esquadra, die Policia Local, Agents Rurals, Protecció Civil und zahlreiche Freiwillige. Die Einsatzführung betont, dass derzeit keine Hypothese ausgeschlossen wird.
Der Junge verließ nach übereinstimmenden Darstellungen am frühen Morgen des 4. Oktober 2026 das Elternhaus offenbar verängstigt vom Gewitterlärm. Die Familie beschreibt ihn als Kind mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Angehörige halten es für möglich, dass er eigenständig nach Barcelona gelangt sein könnte. Hinweise auf mögliche Sichtungen in der Stadt werden von den Ermittlern geprüft; bislang ließ sich keiner davon zweifelsfrei verifizieren.
Die Suchtrupps verlagerten sich nach intensiver Absuchung mehrerer Zonen in zusätzliche Gebiete. Laut dem Leiter der Regionaleinheit der Bombers im Norden der Metropolregion, Eduard Martínez, wurden einige Areale so engmaschig geprüft, dass ein Auffinden dort als unwahrscheinlich gilt. Parallel werden agrar- und waldnahe Flächen untersucht, in denen sich Wasser gehalten hat oder der Zugang erschwert ist.
Das Unwetter hat in Teilen des Vallès Oriental Schäden und Überflutungen verursacht und die Bedingungen für die Rettungskräfte erschwert. Die Behörden warnen vor Risiken in instabilen Bereichen und bitten die Bevölkerung, nur gesicherte Beobachtungen über die offiziellen Kanäle wie den Notruf 112 oder die Mitteilungswege der Mossos d’Esquadra und der Bombers de la Generalitat zu melden. Falschmeldungen oder unpräzise Hinweise binden Kapazitäten und behindern die Koordination.
Die Suche wird fortgesetzt. Die Einsatzleitung kündigt an, neue Hinweise zeitnah zu bewerten und das Suchgebiet bei Bedarf weiter anzupassen. Es gibt weiterhin keine offiziellen Angaben, die eine Identifizierung eines Opfers im Zusammenhang mit dem Vermisstenfall bestätigen würden.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).