Kanaren

Stromausfall auf Lanzarote und La Graciosa stoppt Wasserproduktion

Nach einem großflächigen Blackout auf den östlichen Kanaren laufen Entsalzungsanlagen nur eingeschränkt. Behörden steuern Reserven und warnen vor zeitweiligen Versorgungsunterbrechungen.

Ein großflächiger Stromausfall hat in der Nacht zum 3. Oktober die Wasserproduktion auf Lanzarote und La Graciosa vorübergehend gestoppt. Die Entsalzungsanlagen fielen infolge des sogenannten cero energético aus. Die Regierung der Kanarischen Inseln aktivierte am Morgen die Vorwarnstufe des Notfallplans PLATECA für Lanzarote, um Maßnahmen zwischen Energie- und Wasserversorgung zu koordinieren.

Nach Angaben des Consorcio del Agua de Lanzarote und des Betreibers Canal Gestión Lanzarote wurden die Entsalzungsanlagen kontrolliert heruntergefahren. In der Verteilinfrastruktur werden seither gezielte Schaltmanöver vorgenommen, um die vorhandenen Reserven zu schonen und die Druckverhältnisse zu stabilisieren. Die Behörden betonen, dass die Rückkehr der Stromversorgung nicht sofort eine vollständige Wiederaufnahme der Wasserproduktion bedeutet: Die Anlagen benötigen Anlaufzeit, bis Fördermengen und Qualität wieder stabil sind.

Für den weiteren Verlauf des Tages rechnen die Zuständigen mit örtlich zeitweiligen Versorgungsunterbrechungen, vermindertem Leitungsdruck und möglichen Trübungen beim Wiederanlauf. Priorität haben laut Consorcio del Agua de Lanzarote die Versorgung kritischer Einrichtungen sowie bevölkerungsstarker Zonen. Die Bevölkerung wird gebeten, den Verbrauch zu reduzieren, bis die Entsalzungsanlagen wieder mit normaler Leistung produzieren.

Die Regierung der Kanarischen Inseln koordiniert die Lage mit den Netzbetreibern. Ziel ist es, die Stromversorgung schrittweise zu stabilisieren und die Wasserproduktion geordnet wieder hochzufahren. Die Wasserbetriebe verweisen darauf, dass die Kommunikation zu Störungen und Wiederinbetriebnahmen laufend über ihre Informationskanäle aktualisiert wird.

Der Vorfall rückt erneut die Verwundbarkeit der Infrastruktur auf den Inseln in den Fokus. Bereits in diesem Jahr war es zu Störungen in der Erzeugungs- und Verteilkette gekommen, die Engpässe beim Trinkwasser nach sich zogen. Im Raum stehen daher Investitionen in zusätzliche Speicherkapazitäten, die Modernisierung von Pumpwerken und die Absicherung der Entsalzungsanlagen gegen Netzausfälle. Zugleich wird eine engere Abstimmung zwischen Energie- und Wasserwirtschaft als kurzfristige Lehre aus dem aktuellen Ereignis genannt.

Offizielle Stellen und Betreiber machen keine Prognose, wann alle Dienste vollständig normalisiert sind. Sie verweisen darauf, dass die Stabilisierung des Stromnetzes eine notwendige Voraussetzung für den zuverlässigen Wiederanlauf der Entsalzungsanlagen bleibt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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