Andalusien

Starkes Erdbeben erschüttert Granada – Epizentrum in Gójar, Nachbeben und leichte Verletzte

Um 10:37 Uhr hat das Instituto Geográfico Nacional ein oberflächennahes Beben der Magnitude 4,8 mit Epizentrum in Gójar registriert. Es folgten Nachbeben; die Junta de Andalucía meldete drei Leichtverletzte und Vorsichtsmaßnahmen in Granada.

Um 10:37 Uhr hat das Instituto Geográfico Nacional (IGN) am Dienstag ein oberflächennahes Erdbeben mit Epizentrum in Gójar (Provinz Granada) registriert. Die zunächst auf 4,7 bezifferte Magnitude wurde nach Auswertung der Messdaten auf 4,8 revidiert. Der Stoß war in der Stadt Granada und im Umland deutlich zu spüren; auch aus anderen Provinzen Andalusiens wurden Wahrnehmungen gemeldet. In den Minuten und Stunden danach kam es zu mehreren Nachbeben, darunter Ereignisse um die Magnituden 4,0 und 4,2.

Nach Angaben der Behörden wurden drei Personen leicht verletzt, eine Minderjährige wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Die Junta de Andalucía bestätigte die Zahlen und hielt den Plan zur Gefahrenabwehr wegen seismischer Aktivität in der Provinz aktiv. Vorsorglich wurden öffentliche Gebäude in Granada vorübergehend geschlossen; Teile der Alhambra blieben für Kontrollen zeitweise unzugänglich.

Hintergrund ist eine seit dem 14. August andauernde seismische Sequenz in der Vega de Granada. Ihr bislang stärkstes Ereignis ereignete sich in der Nacht zum 15. August mit Epizentrum in Alhendín; das IGN bezifferte die Stärke nachträglich ebenfalls mit 4,8. Charakteristisch für die Serie sind sehr geringe Herdtiefen, die dazu führen, dass auch moderate Magnituden an der Oberfläche deutlich wahrgenommen werden.

Die Einsatzkräfte konzentrieren sich aktuell auf Schadensaufnahme, Gebäudesicherungen und die Überprüfung kritischer Infrastrukturen. Der Notruf 112 rief die Bevölkerung dazu auf, offizielle Hinweise zu beachten und eventuelle Schäden über die vorgesehenen Meldewege zu dokumentieren. Das IGN hat in der betroffenen Zone zusätzliche mobile Messstationen eingerichtet, um die Lokalisierung und Charakterisierung der Nachbeben zu verbessern.

Seismologisch sind weitere Nachbeben in den kommenden Tagen bis Wochen wahrscheinlich. Konkrete Vorhersagen zu Zeitpunkt oder Stärke künftiger Ereignisse sind nicht möglich; Behörden und Fachleute verweisen auf regelmäßige Lagebewertungen und empfehlen, festgelegte Selbstschutzmaßnahmen zu beachten. Zeit- und Zahlenangaben in diesem Bericht beruhen auf Mitteilungen des IGN sowie bestätigten Angaben der andalusischen Regierung und aktueller Lokalmedien (Stand: 18. August 2026).

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen