Politik

Spanien wählt 52 Smart-Economy-Projekte aus und mobilisiert 126 Millionen Euro

Die spanische Regierung hat am 15. September 2026 die Auswahl von 52 Projekten im Programm RedCyTI bekanntgegeben; Red.es steuert mehr als 94 Millionen Euro bei, insgesamt sollen 126 Millionen Euro ausgelöst werden.

Die spanische Regierung hat am 15. September 2026 52 Vorhaben im Programm RedCyTI für intelligente Städte und Territorien ausgewählt. Die Maßnahme adressiert die Dimension Smart Economy und soll Investitionen von insgesamt mindestens 126 Millionen Euro auslösen. Die Bekanntgabe erfolgte durch das Ministerium für digitale Transformation und öffentliche Verwaltung; für Abwicklung und Förderung ist die öffentlich-rechtliche Gesellschaft Red.es zuständig. Der Aufruf richtete sich an öffentliche Träger im gesamten Staatsgebiet, die Projekte zur digital gestützten wirtschaftlichen Entwicklung planen – verteilt über ganz Spanien.

Nach Regierungsangaben und der von der Direktion von Red.es veröffentlichten Resolución beläuft sich der Beitrag von Red.es und Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung auf mehr als 94 Millionen Euro. Die verbleibenden Mittel bringen die antragstellenden Gebietskörperschaften ein. Einzelprojekte müssen einen Gesamtetat zwischen 1,5 und 6 Millionen Euro aufweisen; je nach Konstellation deckt die Förderung zwischen 40 und 85 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Spannbreite der Förderquote entlastet kommunale und regionale Haushalte in unterschiedlichem Maß und erlaubt sowohl kompakte als auch komplexere Vorhaben.

Ziel der Förderung ist es, digitale Technologien gezielt zur Stärkung lokaler Wirtschaftsstrukturen einzusetzen. Genannt werden etwa urbane Testfelder und regulatorische Sandboxes für Mobilität, Innovationslabore, der Ausbau von Infrastrukturen für Pilotversuche sowie digital gestützte Wertschöpfung in Sektoren wie Landwirtschaft und Energie. Die Verwaltung nennt als zentrale Auswahlkriterien den nachgewiesenen Digitalisierungsgrad der Antragsteller, die erwartete wirtschaftliche Wirkung vor Ort sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Damit soll die Skalierbarkeit der Lösungen erhöht und zugleich die Vereinbarkeit mit klima- und sozialpolitischen Zielen gesichert werden.

Die jetzt veröffentlichte Auswahlentscheidung ist Teil einer seit 2015 verfolgten Programmlinie zur Förderung intelligenter Städte. Nach Angaben der Verwaltung wurden seither bereits mehr als 200 Millionen Euro in Projekte unterschiedlicher Ausrichtung investiert. Die Nachfrage ist hoch: Für die aktuelle Runde gingen den Behörden zufolge Dutzende Anträge ein, von denen 52 Projekte zum Zug kommen. Kurzfristig stärkt die Entscheidung kommunale und regionale Initiativen zur digitalen Wirtschaftsentwicklung und dürfte Aufträge an lokale Anbieter auslösen. Mittel- bis langfristig hängt der Effekt von der Umsetzungsfähigkeit der jeweiligen Gebietskörperschaften und der fortlaufenden Verfügbarkeit der vorgesehenen Kofinanzierung ab. Die Fokussierung auf wirtschaftliche Anwendungen soll Skaleneffekte ermöglichen, setzt aber belastbare Projektsteuerung und messbare Ergebnisse voraus.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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